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    Bayern wallfahren zum Bogenberg

    Bogen (DT/KNA) Mehr als 8 000 Katholiken aus ganz Bayern sind am Mittwoch zum Beginn des Marienmonats Mai auf den Bogenberg bei Straubing gepilgert. Mit Bussen, auf Schiffen und zu Fuß kamen sie zum „Heiligen Berg Niederbayerns“ oberhalb einer malerischen Donauschleife. Dort wird seit 800 Jahren das Gnadenbild einer schwangeren Maria verehrt.

    Bogen (DT/KNA) Mehr als 8 000 Katholiken aus ganz Bayern sind am Mittwoch zum Beginn des Marienmonats Mai auf den Bogenberg bei Straubing gepilgert. Mit Bussen, auf Schiffen und zu Fuß kamen sie zum „Heiligen Berg Niederbayerns“ oberhalb einer malerischen Donauschleife. Dort wird seit 800 Jahren das Gnadenbild einer schwangeren Maria verehrt.

    Bei frühsommerlichem Wetter feierten die Gläubigen mit allen sieben bayerischen Diözesanbischöfen einen Gottesdienst unter weißblauem Himmel. An der Messe nahmen auch viele Weihbischöfe, etliche Domkapitulare, mehrere hundert Messdiener, Chorsänger sowie Fahnenabordnungen katholischer Verbände und Gebetsbruderschaften teil. Der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, bezeichnete Bayern als traditionelles „Marienland“. Wie eine Schwangere trage die Kirche „Jesus in ihrem Schoß und will ihn zur Welt bringen“. Die Kirche werde stets „Hüterin der Ehe und der Zukunft des Lebens“ sein müssen.

    Seit 2011 gibt es jedes Jahr eine zentrale bayerische Marienwallfahrt zu einem anderen Pilgerziel. Unter dem Leitwort „Mit Maria auf dem Weg“ soll der Zyklus auf ein Jubiläum im Jahr 2017 vorbereiten. Dann jährt sich die Einführung des Hochfestes der Schutzfrau Bayerns („Patrona Bavariae“) zum 100. Mal. „Maria in der guten Hoffnung“ ist ein außergewöhnliches Gnadenbild. Der Legende nach soll es 1104 die Donau flussaufwärts geschwommen und bis zum „Frauenstein“ am Fuß des Berges gekommen sein. Graf Aswin von Bogen brachte die Figur auf den Gipfel und stellte sie in der Schlosskapelle zur Verehrung auf. Die Wallfahrt erlangte schnell einen hohen Bekanntheitsgrad.