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    Ausschreitungen bei Protest gegen Sperrmauer

    Jerusalem (DT/KAP) Bei Protesten gegen den Bau der Sperrmauer in Israel ist es zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften zu Ausschreitungen gekommen. Die Soldaten hätten ohne Vorwarnung Tränengas in die Menge geschossen, berichteten Augenzeugen am Sonntag. Katholiken aus Beit Dschalla hatten zu einem Gebet für Frieden und gegen den von Israel geplanten Mauerbau im Cremisan-Tal aufgerufen. Anfang Juli hatte Israels Oberstes Gericht den Bau der Sperrmauer auf privatem Land bei Beit Dschalla gestattet. Damit korrigierte das Gericht ein eigenes Urteil vom April, das die geplante Mauerführung als unzulässig bewertet hatte. Ein weiteres Urteil steht aus. Von der Sperranlage betroffen sind neben 58 christlichen Familien zwei Klöster und eine Schule des Salesianerordens. Jerusalems katholischer Alt-Patriarch Michel Sabbah rief laut Augenzeugenberichten die palästinensische Führung vor den Protesten zu einer gewaltfreien „Intifada des Geistes“ auf. Man dürfe den israelischen Soldaten keinen Grund für Gewalt bieten.

    Jerusalem (DT/KAP) Bei Protesten gegen den Bau der Sperrmauer in Israel ist es zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften zu Ausschreitungen gekommen. Die Soldaten hätten ohne Vorwarnung Tränengas in die Menge geschossen, berichteten Augenzeugen am Sonntag. Katholiken aus Beit Dschalla hatten zu einem Gebet für Frieden und gegen den von Israel geplanten Mauerbau im Cremisan-Tal aufgerufen. Anfang Juli hatte Israels Oberstes Gericht den Bau der Sperrmauer auf privatem Land bei Beit Dschalla gestattet. Damit korrigierte das Gericht ein eigenes Urteil vom April, das die geplante Mauerführung als unzulässig bewertet hatte. Ein weiteres Urteil steht aus. Von der Sperranlage betroffen sind neben 58 christlichen Familien zwei Klöster und eine Schule des Salesianerordens. Jerusalems katholischer Alt-Patriarch Michel Sabbah rief laut Augenzeugenberichten die palästinensische Führung vor den Protesten zu einer gewaltfreien „Intifada des Geistes“ auf. Man dürfe den israelischen Soldaten keinen Grund für Gewalt bieten.