• aktualisiert:

    Apostel der Eucharistie

    Der heilige Pierre-Julien Eymard – der „Apostel der Eucharistie“ – entstammte einer armen, tief religiösen Handwerkerfamilie. Geboren wurde er am 4. Februar 1811 in La Mure, 40 Kilometer südlich von Grenoble. Sobald er laufen konnte, begleitete er seine Mutter in die heilige Messe und schon sehr früh zeigte sich bei ihm eine besondere eucharistische Frömmigkeit. Als seine Schwestern ihn suchten und ihn vor dem Tabernakel fanden, sagte er ihnen: „Ich höre Jesus aufmerksam zu, und hier kann ich ihn besser hören.“ Pierre-Juliens Weg ins Priestertum verlief nicht ohne Hindernisse. Da er der einzige überlebende Sohn war – mehrere Brüder waren jung gestorben – war sein Vater mit der Entscheidung Pierre-Juliens, Priester zu werden, nicht einverstanden. So konnte der junge Mann nach einem ersten wegen einer Krankheit gescheiterten Versuch erst nach dem Tod des Vaters in das Priesterseminar von Grenoble eintreten und wurde 1834 mit 23 Jahren zum Priester geweiht.

    Ein Leben für die Eucharistie: Pierre-Julien Eymard. Foto: IN

    Der heilige Pierre-Julien Eymard – der „Apostel der Eucharistie“ – entstammte einer armen, tief religiösen Handwerkerfamilie. Geboren wurde er am 4. Februar 1811 in La Mure, 40 Kilometer südlich von Grenoble. Sobald er laufen konnte, begleitete er seine Mutter in die heilige Messe und schon sehr früh zeigte sich bei ihm eine besondere eucharistische Frömmigkeit. Als seine Schwestern ihn suchten und ihn vor dem Tabernakel fanden, sagte er ihnen: „Ich höre Jesus aufmerksam zu, und hier kann ich ihn besser hören.“ Pierre-Juliens Weg ins Priestertum verlief nicht ohne Hindernisse. Da er der einzige überlebende Sohn war – mehrere Brüder waren jung gestorben – war sein Vater mit der Entscheidung Pierre-Juliens, Priester zu werden, nicht einverstanden. So konnte der junge Mann nach einem ersten wegen einer Krankheit gescheiterten Versuch erst nach dem Tod des Vaters in das Priesterseminar von Grenoble eintreten und wurde 1834 mit 23 Jahren zum Priester geweiht.

    Zunächst wirkte er als Vikar in Chatte, anschließend als Pfarrer in Monteynard, strebte dann jedoch das Leben in einer Ordensgemeinschaft an. Seine Liebe zu Maria führte ihn 1839 in die „Gesellschaft Mariens“, den „Maristen“. Siebzehn Jahre lang übte er in dieser Gemeinschaft vielfältige Tätigkeiten aus, bis ihn 1851 in der Wallfahrtskirche Notre-Dame de Fourviere in Lyon die Muttergottes in mehreren Erscheinungen zur Gründung einer neuen Kongregation zur Verehrung der heiligen Eucharistie aufforderte. Am 13. Mai 1856 rief Pater Eymard in Paris die „Gesellschaft vom Heiligen Sakrament“ – die „Eucharistiner“ – ins Leben, die sich „vollständig der Verehrung und dem Apostolat der Eucharistie“ widmet. 1863 wurde sie von Papst Pius IX. approbiert. Gemeinsam mit Marguerite Guillot eröffnete Pater Eymard 1858 einen weiblichen Zweig, die Kongregation der „Dienerinnen des Allerheiligsten Altarsakraments“.

    Die Eucharistiner hatten mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und waren so arm, dass ihnen befreundete Kongregationen aushelfen mussten. Ihr Gründer war am Ende seines Lebens schließlich so abgemagert und körperlich derart geschwächt, dass er keine Nahrung mehr zu sich nehmen konnte. Am 1. August 1868 starb er in La Mure im Alter von erst 57 Jahren. Er wurde am 3. August 1925 von Pius XI. selig- und am 9. Dezember 1962 von Johannes XXIII. heiliggesprochen.