• aktualisiert:

    Ansprache zur besten Sendezeit

    Havanna (DT/KNA) Mit einer kurzen Ansprache im staatlichen Fernsehen hat Kardinal Jaime Ortega y Alamino am Dienstagabend (Ortszeit) die Kubaner eingeladen, Papst Benedikt XVI. während seines zweitägigen Aufenthaltes auf der Karibikinsel mit offenen Armen zu empfangen. Der Papst sei bestrebt, den christlichen Glauben in jenen Ländern wiederzubeleben, die zwar christlich geprägt seien, in denen aber eine Rechristianisierung notwendig sei, sagte der Erzbischof von Havanna.

    Kardinal Ortega. Foto: dpa

    Havanna (DT/KNA) Mit einer kurzen Ansprache im staatlichen Fernsehen hat Kardinal Jaime Ortega y Alamino am Dienstagabend (Ortszeit) die Kubaner eingeladen, Papst Benedikt XVI. während seines zweitägigen Aufenthaltes auf der Karibikinsel mit offenen Armen zu empfangen. Der Papst sei bestrebt, den christlichen Glauben in jenen Ländern wiederzubeleben, die zwar christlich geprägt seien, in denen aber eine Rechristianisierung notwendig sei, sagte der Erzbischof von Havanna.

    Das Kirchenoberhaupt reise als Pilger nach Havanna, um die Gelegenheit zu nutzen, den 400. Jahrestag der Entdeckung des Bildes der „Virgen de la Caridad del Cobre“ zu würdigen. Die Präsenz der katholischen Kirche im staatlichen Fernsehen Kubas ist selten. Die Ansprache Kardinal Ortegas erfolgte zur besten Sendezeit und einen Tag nachdem Kubas wichtigste Zeitung, das staatliche Parteiorgan „Granma“, bereits ausführlich über den anstehenden Papstbesuch berichtet hatte. Die kommunistische Regierung der Karibikinsel hatte in den vergangenen beiden Jahren einen Kurs der Annäherung an die Kirche eingeschlagen. Kardinal Ortega war es im Rahmen direkter Gespräche gelungen, die Freilassung aller seit dem sogenannten Schwarzen Frühling von 2003 inhaftierten Regimekritiker zu erreichen.

    Unterdessen hat die kubanische Regierung zum anstehenden Besuch von Benedikt XVI. eine Internetseite freigeschaltet. Unter der Adresse benedictocuba.cubaminrex.cu// können sich Interessierte aus aller Welt über die Visite des Kirchenoberhauptes auf der Karibik-Insel informieren. Für Journalisten ist eine eigene Rubrik für Akkreditierungen eingerichtet. Die Kirche in Kuba teilte am Dienstag (Ortszeit) auf ihrer eigenen Website mit, dass gut zwei Wochen vor Beginn des Papstbesuches bereits mehr als 450 ausländische Journalisten eine Akkreditierung beantragt hätten. Weitere 76 Journalisten reisen mit Benedikt XVI. direkt aus dem Vatikan zunächst nach Mexiko und dann weiter nach Kuba.