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    ALFRED XUEREB.

    An der Seite von Kardinal George Pell

    Rom (gho/KNA) Wenn der australische Kardinal George Pell in diesem Monat von Sydney nach Rom kommt, um im Vatikan das neu errichtete Dikasterium für Wirtschaftsfragen aufzubauen, trifft er bereits auf einen engen Mitarbeiter: Am Montag hat Papst Franziskus seinen ersten Privatsekretär, den 55 Jahre alten Priester Alfred Xuereb, zum Generalsekretär des Sekretariats für Wirtschaft und Finanzen ernannt. Ähnlich wie das Staatssekretariat trägt die neue Vatikanbehörde die bescheidene Bezeichnung „Sekretariat“ (Segreteria per l’economia), dem dann nochmals ein fünfzehnköpfiger Rat für Wirtschaft (Segreteria per l’economia) als Aufsichtsorgan vorgeschaltet ist. Aber das Wirtschaftssekretariat wird tief in das Leben der Kurie eingreifen und Kardinal Pell wird ihm als Präfekt vorstehen. Dessen erste Aufgabe wird es sein, so heißt es in dem Motu proprio vom 24. Februar, mit dem Franziskus das Dikasterium errichtet hat, nun gemeinsam mit Xuereb die Statuten des Wirtschaftssekretariats zu schreiben.

    An der Seite von Kardinal George Pell
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    Rom (gho/KNA) Wenn der australische Kardinal George Pell in diesem Monat von Sydney nach Rom kommt, um im Vatikan das neu errichtete Dikasterium für Wirtschaftsfragen aufzubauen, trifft er bereits auf einen engen Mitarbeiter: Am Montag hat Papst Franziskus seinen ersten Privatsekretär, den 55 Jahre alten Priester Alfred Xuereb, zum Generalsekretär des Sekretariats für Wirtschaft und Finanzen ernannt. Ähnlich wie das Staatssekretariat trägt die neue Vatikanbehörde die bescheidene Bezeichnung „Sekretariat“ (Segreteria per l’economia), dem dann nochmals ein fünfzehnköpfiger Rat für Wirtschaft (Segreteria per l’economia) als Aufsichtsorgan vorgeschaltet ist. Aber das Wirtschaftssekretariat wird tief in das Leben der Kurie eingreifen und Kardinal Pell wird ihm als Präfekt vorstehen. Dessen erste Aufgabe wird es sein, so heißt es in dem Motu proprio vom 24. Februar, mit dem Franziskus das Dikasterium errichtet hat, nun gemeinsam mit Xuereb die Statuten des Wirtschaftssekretariats zu schreiben.

    Xuereb stammt von der zu Malta gehörenden kleinen Insel Gozo, ist promovierter Theologe und begann seine Laufbahn in Rom als Sekretär des Rektors der Päpstlichen Lateranuniversität. 1995 wechselte er ins vatikanische Staatssekretariat und 2000 in die Präfektur des Päpstlichen Hauses. Benedikt XVI. ernannte ihn schließlich 2007 zu seinem zweiten Privatsekretär neben Georg Gänswein. Nach der Wahl von Franziskus vor einem Jahr wurde Xuereb dessen erster Privatsekretär. Mit Finanzen und Wirtschaft hatte der Malteser auch schon bisher zu tun, da ihn Franziskus im vergangenen November als seinen persönlichen Verbindungsmann zu den beiden Kommissionen bestellt hat, die das Geldinstitut IOR beziehungsweise die Finanz- und Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhls untersuchen sollen. Ob Xuereb auch jetzt noch Privatsekretär von Franziskus bleibt, ist fraglich. Das neue Wirtschaftssekretariat, das mit dem Staatssekretariat zusammenarbeiten soll, diesem aber nicht untersteht, sondern direkt vom Papst abhängt, wird dem Malteser und dem Kardinalpräfekten Pell eine Menge Arbeit und hohe Verantwortung bringen. Alfred Xuereb (55), enger Papst-Mitarbeiter und Generalsekretär im neuen vatikanischen Finanzministerium, sieht Papst Franziskus als ausgesprochene Führungsfigur. Er sei „als Regierungsmann sehr entschieden“, sagte Xuereb in einem Dienstag vorab veröffentlichten Interview der italienischen Zeitschrift „Oggi“. Franziskus sei bestrebt, „dass sich die Fehler der Vergangenheit nicht nur in seiner Amtszeit, sondern möglichst auch in Zukunft nicht wiederholen“.

    Von den Rücktrittsplänen Benedikts XVI. hat Xuereb nach eigenen Worten kurz vor der Bekanntgabe am 11. Februar 2013 erfahren. „So, wie er es sagte, war klar: Das ist eine unwiderrufliche Entscheidung“, berichtete der maltesische Priester. „Spontan wollte ich ihm sagen, er solle es sich gut überlegen, aber das habe ich nicht gemacht. Wer weiß, wie tief er das reflektiert und wie intensiv er darüber gebetet hatte.“ In dem Interview berichtete Xuereb ferner, wie Benedikt XVI. und sein Nachfolger am Abend des 13. März erstmals Kontakt aufnahmen. Ratzinger habe dem neuen Papst telefonisch dafür gedankt, dass dieser ihn in seinem ersten Gruß von der Loggia des Petersdoms erwähnt hatte. „Er sagte ihm: ,Von jetzt an verspreche ich meinen Gehorsam und mein Gebet.‘“, so Xuereb.