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    Albanien feiert Märtyrer kommunistischer Zeit

    Tirana/Vatikanstadt (DT/KNA) Die Kirche Albaniens hat am Samstag die Seligsprechung von 38 Märtyrern aus der Zeit der kommunistischen Diktatur (1944–1990) gefeiert. An der Zeremonie im nordalbanischen Shkoder nahmen auch Staatspräsident Bujar Nishani und zahlreiche Regierungsvertreter teil. Geleitet wurde die Feier vom päpstlichen Delegaten, Kardinal Angelo Amato. Sie fand auf dem Platz vor der Stephans-Kathedrale statt, die in kommunistischer Zeit als Turnhalle gedient hatte. Amato sagte bei dem Gottesdienst, während sich die einstigen Verfolger wie Schatten aufgelöst hätten, leuchteten die Märtyrer weiter als Beispiele für das „wahre Antlitz der menschlichen Güte“. Bei den neuen Seligen um Erzbischof Vincenc Prennushi (1885–1949) handelt es sich um Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien, die zwischen 1946 und 1974 wegen ihres Glaubens getötet wurden. Sie stehen stellvertretend für alle Betroffenen. Unter ihnen sind auch zwei deutsche Missionspriester, Alfons Tracki und Josef Marxen. Aufgrund ihrer Herkunft war auch der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki unter den Konzelebranten. Mit der Zeremonie vom Samstag verdoppelte sich laut Radio Vatikan die Zahl der Katholiken, die wegen ihres Todes unter kommunistischer Herrschaft in Osteuropa als Selige verehrt werden. Nach Angaben des Senders wurden in Albanien zwischen 1944 und 1991 allein 130 katholische Priester hingerichtet oder starben an den Folgen ihrer Inhaftierung; hinzu kommen Tausende katholische Laien.

    Tirana/Vatikanstadt (DT/KNA) Die Kirche Albaniens hat am Samstag die Seligsprechung von 38 Märtyrern aus der Zeit der kommunistischen Diktatur (1944–1990) gefeiert. An der Zeremonie im nordalbanischen Shkoder nahmen auch Staatspräsident Bujar Nishani und zahlreiche Regierungsvertreter teil. Geleitet wurde die Feier vom päpstlichen Delegaten, Kardinal Angelo Amato. Sie fand auf dem Platz vor der Stephans-Kathedrale statt, die in kommunistischer Zeit als Turnhalle gedient hatte. Amato sagte bei dem Gottesdienst, während sich die einstigen Verfolger wie Schatten aufgelöst hätten, leuchteten die Märtyrer weiter als Beispiele für das „wahre Antlitz der menschlichen Güte“. Bei den neuen Seligen um Erzbischof Vincenc Prennushi (1885–1949) handelt es sich um Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien, die zwischen 1946 und 1974 wegen ihres Glaubens getötet wurden. Sie stehen stellvertretend für alle Betroffenen. Unter ihnen sind auch zwei deutsche Missionspriester, Alfons Tracki und Josef Marxen. Aufgrund ihrer Herkunft war auch der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki unter den Konzelebranten. Mit der Zeremonie vom Samstag verdoppelte sich laut Radio Vatikan die Zahl der Katholiken, die wegen ihres Todes unter kommunistischer Herrschaft in Osteuropa als Selige verehrt werden. Nach Angaben des Senders wurden in Albanien zwischen 1944 und 1991 allein 130 katholische Priester hingerichtet oder starben an den Folgen ihrer Inhaftierung; hinzu kommen Tausende katholische Laien.

    In Kürze folgt nun die Kardinalserhebung des albanischen Franziskaners Ernest Simoni (88) durch Papst Franziskus am 19. November. Simoni war in der Zeit der kommunistischen Verfolgung im Geheimen zum Priester geweiht worden und verbrachte 18 Jahre seines Lebens im Gefängnis, teils in Isolationshaft und in Erwartung der Vollstreckung seines Todesurteils. 1981 wurde er entlassen und musste als „Feind des Volkes“ in den Kloaken von Shkoder arbeiten. Der Papst war ihm bei seinem Besuch in Tirana im September 2014 begegnet.

    kna