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    Afrikaner protestieren

    Canterbury (DT/KNA) Der Streit um homosexuelle Bischöfe innerhalb der anglikanischen Weltgemeinschaft setzt sich auch auf der Lambeth-Konferenz fort. Auf dem wichtigsten Beratungsgremium der Anglikaner forderten die sudanesischen Bischöfe am Dienstag in Canterbury von den Kirchen in den Vereinigten Staaten und Kanada einen sofortigen Stopp der Weihe von Homosexuellen zu Bischöfen. „Diese Weihen haben nicht nur tiefe Zerwürfnisse innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft hervorgerufen, sondern auch das Zeugnis der Kirche in Afrika empfindlich in Mitleidenschaft gezogen“, erläuterte der Primas der anglikanischen Kirche im Sudan, Erzbischof Daniel Den Bul. Die Weihe von Homosexuellen habe die Kirche lächerlich gemacht und ihr die Glaubhaftigkeit im Kontakt mit anderen Religionen genommen, so Den Bul. In der gemeinsamen Erklärung der Bischöfe heißt es: „Wir glauben, dass menschliche Sexualität ein Geschenk Gottes ist, das allein in der lebenslangen Ehe von Mann und Frau ihren gerechten Ausdruck findet.“ Zugleich riefen die Bischöfe zur Einheit auf und versicherten dem Ehrenoberhaupt der Weltgemeinschaft, Erzbischof Rowan Williams von Canterbury, ihre Loyalität.

    Canterbury (DT/KNA) Der Streit um homosexuelle Bischöfe innerhalb der anglikanischen Weltgemeinschaft setzt sich auch auf der Lambeth-Konferenz fort. Auf dem wichtigsten Beratungsgremium der Anglikaner forderten die sudanesischen Bischöfe am Dienstag in Canterbury von den Kirchen in den Vereinigten Staaten und Kanada einen sofortigen Stopp der Weihe von Homosexuellen zu Bischöfen. „Diese Weihen haben nicht nur tiefe Zerwürfnisse innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft hervorgerufen, sondern auch das Zeugnis der Kirche in Afrika empfindlich in Mitleidenschaft gezogen“, erläuterte der Primas der anglikanischen Kirche im Sudan, Erzbischof Daniel Den Bul. Die Weihe von Homosexuellen habe die Kirche lächerlich gemacht und ihr die Glaubhaftigkeit im Kontakt mit anderen Religionen genommen, so Den Bul. In der gemeinsamen Erklärung der Bischöfe heißt es: „Wir glauben, dass menschliche Sexualität ein Geschenk Gottes ist, das allein in der lebenslangen Ehe von Mann und Frau ihren gerechten Ausdruck findet.“ Zugleich riefen die Bischöfe zur Einheit auf und versicherten dem Ehrenoberhaupt der Weltgemeinschaft, Erzbischof Rowan Williams von Canterbury, ihre Loyalität.

    Auch erklärten sie, auf die Weisungskraft der Lambeth-Konferenz zu vertrauen. Beide Institutionen seien von allen Kirchenprovinzen zu respektieren. Das Treffen in Canterbury müsse die anglikanische Gemeinschaft vor der Spaltung bewahren; die Einheit dürfe nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Zur alle zehn Jahre stattfindende Lambeth-Konferenz sind 650 Bischöfe aus aller Welt angereist, hundert weniger als 1998. Von den 38 anglikanischen Kirchenprovinzen ist nur Uganda nicht durch Bischöfe vertreten. Mehr als 200 konservative Bischöfe boykottieren das Treffen aus Protest gegen eine zunehmende Liberalisierung der anglikanischen Kirche.