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    21 Priester beurlaubt

    Washington (DT/KNA) Das nordamerikanische Erzbistum Philadelphia hat 21 Priester wegen Missbrauchsvorwürfen vorläufig suspendiert. Kardinal Justin Rigali reagierte damit auf den Bericht einer gerichtlichen Anklagejury, die im vergangenen Monat Vorwürfe gegen 37 Priester als glaubwürdig einstufte, wie die Tageszeitung „Washington Post“ (Mittwoch) berichtet. In dem Erzbistum mit 1,5 Millionen Katholiken sind knapp 630 Priester tätig.

    Washington (DT/KNA) Das nordamerikanische Erzbistum Philadelphia hat 21 Priester wegen Missbrauchsvorwürfen vorläufig suspendiert. Kardinal Justin Rigali reagierte damit auf den Bericht einer gerichtlichen Anklagejury, die im vergangenen Monat Vorwürfe gegen 37 Priester als glaubwürdig einstufte, wie die Tageszeitung „Washington Post“ (Mittwoch) berichtet. In dem Erzbistum mit 1,5 Millionen Katholiken sind knapp 630 Priester tätig.

    Nach einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des Erzbistums beauftragte Rigali wenige Tage nach Bekanntgabe des Reports eine ehemalige Staatsanwältin mit der Prüfung der Verdachtsfälle. Aufgrund ihrer Empfehlungen, unter anderem gestützt durch Gutachten eines Gerichtspsychiaters, wurden 21 aktive Priester beurlaubt. Einer der 37 Geistlichen war nach Kirchenangaben bereits suspendiert, zwei stehen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im aktiven Dienst. Zwei weitere gehören laut der Mitteilung Ordensgemeinschaften an und arbeiten nicht mehr im Erzbistum; die betreffenden Ordensoberen seien informiert worden. In acht Fällen habe die beauftragte Juristin keine Anhaltspunkte für weitere Nachforschungen gefunden.

    Rigali erklärte, bei den Beurlaubungen handele es sich um vorläufige Maßnahmen, die in keiner Weise ein Urteil über die Beschuldigten darstellten. Zugleich bedauerte er das Leid, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt worden sei. Der Kardinal sagte weiter, die aktuellen Untersuchungen seien durch Berichte der Erzdiözese an die Distriktstaatsanwaltschaft angestoßen worden. Sein Erzbistum habe seit 2005 „hart gearbeitet“ und gemeint, signifikante Fortschritte beim Schutz von Kindern und im Umgang mit Missbrauchsfällen gemacht zu haben.