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    15 000 Tamilen bei Wallfahrt in Kevelaer

    Kevelaer (DT/KNA) Mehr als 15 000 Tamilen aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern haben am Samstag im katholischen Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein der 100 000 Bürgerkriegstoten in ihrer Heimat Sri Lanka gedacht. In langen Schlangen standen Tamilen aller Altersgruppen zwischen der Marienbasilika und der Pax-Christi-Kapelle und warteten darauf, für ein paar Augenblicke vor dem Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ zu beten. In einem Zelt hatte das tamilische katholische Seelsorgeamt ein symbolisches Grabmal errichtet, das an die blutigen Auseinandersetzungen in der Sicherheitszone für tamilische Zivilisten auf Sri Lanka erinnerte. Die Pilgerfahrten der Tamilen in den niederrheinischen Wallfahrtsort finden seit 1987 jährlich statt. Mit 15 000 Besuchern handelt es sich dabei um die größte Einzelwallfahrt im Marien-Wallfahrtsort. In Deutschland gibt es gut 25 katholische Tamilen-Gemeinden. Im Mai waren die Kämpfe zwischen der Regierung in Colombo und den Rebellen der „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ (LTTE) zu Ende gegangen. Die tamilischen Rebellen kämpften seit 1983 für einen eigenen Staat. Der Bürgerkrieg kostete schätzungsweise 80 000 bis 100 000 Menschen das Leben. Mehr als 80 Prozent der Tamilen auf Sri Lanka sind Hindus. Eine Minderheit gehört dem Christentum oder dem Islam an.

    Kevelaer (DT/KNA) Mehr als 15 000 Tamilen aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern haben am Samstag im katholischen Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein der 100 000 Bürgerkriegstoten in ihrer Heimat Sri Lanka gedacht. In langen Schlangen standen Tamilen aller Altersgruppen zwischen der Marienbasilika und der Pax-Christi-Kapelle und warteten darauf, für ein paar Augenblicke vor dem Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ zu beten. In einem Zelt hatte das tamilische katholische Seelsorgeamt ein symbolisches Grabmal errichtet, das an die blutigen Auseinandersetzungen in der Sicherheitszone für tamilische Zivilisten auf Sri Lanka erinnerte. Die Pilgerfahrten der Tamilen in den niederrheinischen Wallfahrtsort finden seit 1987 jährlich statt. Mit 15 000 Besuchern handelt es sich dabei um die größte Einzelwallfahrt im Marien-Wallfahrtsort. In Deutschland gibt es gut 25 katholische Tamilen-Gemeinden. Im Mai waren die Kämpfe zwischen der Regierung in Colombo und den Rebellen der „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ (LTTE) zu Ende gegangen. Die tamilischen Rebellen kämpften seit 1983 für einen eigenen Staat. Der Bürgerkrieg kostete schätzungsweise 80 000 bis 100 000 Menschen das Leben. Mehr als 80 Prozent der Tamilen auf Sri Lanka sind Hindus. Eine Minderheit gehört dem Christentum oder dem Islam an.