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    Garcias Filmtipp: "Das Milan-Protokoll"

    Eine deutsche Ärztin wird im Nordirak gekidnappt. Auch moralische Fragen stehen im Vordergrund des Films.

    Die deutsche Ärztin Martina wird bei einer Grenzfahrt im Nordirak von einer sunnitischen Gruppe gekidnappt. Foto: RealFiction

    Die in der kurdischen Region im Norden Iraks für eine Hilfsorganisation arbeitende deutsche Ärztin Martina (Catrin Striebeck) wird bei einer Grenzfahrt von einer sunnitischen Gruppe gekidnappt. Sie wird zum Spielball der Interessen verschiedener Gruppen – von IS, PKK sowie den Geheimdiensten. Nach ihrer Befreiung wird Martina vom deutschen BND-Mitarbeiter Moses (Christoph Bach) befragt. Was für eine Rolle er in der Geschichte spielt, bleibt freilich unklar.

    Der Trailer zum Film:
    https://www.youtube.com/watch?v=ScDZtGp4eNI

    Die Befragung stellt den Rahmen dar, in dem die Geiselnahme als Rückblende erzählt wird. Zusammen mit Traumszenen entsteht ein verworrenes Bild der Geschehnisse, das mit den unterschiedlichen Interessen korrespondiert. Die immer wieder in den Vordergrund gerückten Bilder der Zerstörung kontrastieren mit den Neubaugebieten in der kurdischen Stadt Dohuk. Über die konkrete Lage im Nordirak hinaus handelt „Das Milan Protokoll“ auch von den moralischen Fragen, die sich die Ärztin stellen muss.