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    Wie Frühsexualisierung gefördert wird

    Das Aktionsbündnis „Demo für Alle“ weist seit Jahren berechtigt auf die Gefahren der Frühsexualisierung von Kindern hin, die unter dem Motto „Wir lieben Vielfalt“ oder eben gleich „Sexuelle Vielfalt“ verändernd auf die Gesellschaft einwirken will. Jetzt hat das Recherchezentrum „Correctiv“ im Internet in Bezug auf die „Demo für Alle“ zurückgewiesen, die Frühsexualisierung an Schulen stelle eine Bedrohung der Kinder dar. „Correctiv.org, heißt es in der Selbstdarstellung der Internetseite, „finanziert sich vor allem durch Mitgliedsbeiträge von Bürgerinnen und Bürgern sowie durch Zuwendungen von Stiftungen. Seine Recherchen und Geschichten reicht correctiv.org in Kooperationen an Zeitungen und Zeitschriften, an Radio- und Fernsehsender weiter.“ Dieses „erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum“, wie es sich nennt, setzt nun scheinbar ganz uneigennützig die gesellschaftlichen Realitäten voraus und behauptet, man müsse diesen entsprechen. „Sexualität ist schon für Kinder im Alltag omnipräsent. Ihre Vorbilder posieren bei Heidi Klum nackt vor der Kamera. Auf dem Schulhof kursieren Pornovideos. Ab Juli werden Kinder in den Läden der Drogeriekette ,dm‘ Vibratoren, Gleitgel und Liebeskugeln in den Regalen sehen“, heißt es in dem Beitrag „Frühsexualisierung“ – die angebliche Bedrohung der Kindheit“ gegen die von Hedwig von Beverfoerde geleitete „Demo für Alle“.

    Die „Demo für Alle“ hält zu Recht an der traditionellen Familie fest – die nächste Demo ist am 25. Juni in Stuttgart. Foto: Demo für Alle

    Das Aktionsbündnis „Demo für Alle“ weist seit Jahren berechtigt auf die Gefahren der Frühsexualisierung von Kindern hin, die unter dem Motto „Wir lieben Vielfalt“ oder eben gleich „Sexuelle Vielfalt“ verändernd auf die Gesellschaft einwirken will. Jetzt hat das Recherchezentrum „Correctiv“ im Internet in Bezug auf die „Demo für Alle“ zurückgewiesen, die Frühsexualisierung an Schulen stelle eine Bedrohung der Kinder dar. „Correctiv.org, heißt es in der Selbstdarstellung der Internetseite, „finanziert sich vor allem durch Mitgliedsbeiträge von Bürgerinnen und Bürgern sowie durch Zuwendungen von Stiftungen. Seine Recherchen und Geschichten reicht correctiv.org in Kooperationen an Zeitungen und Zeitschriften, an Radio- und Fernsehsender weiter.“ Dieses „erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum“, wie es sich nennt, setzt nun scheinbar ganz uneigennützig die gesellschaftlichen Realitäten voraus und behauptet, man müsse diesen entsprechen. „Sexualität ist schon für Kinder im Alltag omnipräsent. Ihre Vorbilder posieren bei Heidi Klum nackt vor der Kamera. Auf dem Schulhof kursieren Pornovideos. Ab Juli werden Kinder in den Läden der Drogeriekette ,dm‘ Vibratoren, Gleitgel und Liebeskugeln in den Regalen sehen“, heißt es in dem Beitrag „Frühsexualisierung“ – die angebliche Bedrohung der Kindheit“ gegen die von Hedwig von Beverfoerde geleitete „Demo für Alle“.

    Hier liegt nun offensichtlich ein simpler Zirkel vor, nämlich eine Realität als normativ anzusehen und ihr nun entsprechen zu müssen. Weil es Heidi Klums Show gibt oder Pornovideos auf dem Schulhof, muss man Kindern auch alle Formen gelebter Sexualität anschaulich nahebringen. Diese Argumentation erledigt sich von selbst – auch Donald Trump schafft Realitäten mit dem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen, aber welch ein Aufschrei sogar im eigenen Land. Seit wann muss man sich mit gesellschaftlichen Realitäten zufriedengeben? Man tut dies nur, wenn man es ausdrücklich will.

    Alles, was Correctiv sonst noch in dem recht langen Artikel von Jonathan Sachse vorzubringen hat, dient nur dazu, diesen circulus vitiosus zu untermauern. Auf der Internetseite der „Demo für Alle“ ist eine ausführliche Korrektur zu den Vorhaltungen verfasst. Bei „Correctiv“ wird der Kampf um Frühsexualisierung in die rechte Ecke gerückt. Auch die Nachfrage bei „Ministerien“ der Bundesländer zu Lehrplänen, Richtlinien und Empfehlungen an den Schulen führt nicht weiter, weil es auch hierbei nur um Sein und nicht um Sollen geht. Müssen Zehn- bis Zwölfjährige wie in Hessen mit „unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-Homo- und Transsexualität)“ konfrontiert werden und was heißt hier „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI)“? Akzeptieren, dass es sie gibt, dass sie sich in Szenezirkeln ausleben, dass sie regelmäßig in der Werbung etwa präsent sind? Das ist alles offen und vieldeutig und sagt nichts gegen das Argument der „Demo für Alle“, dass die Familie der natürliche Ort ist, in dem Kinder aufwachsen sollten.

    Das Fazit von „Correctiv“ ist jedoch: „Von einer ,Frühsexualisierung‘ kann nicht gesprochen werden. Die Schüler werden vielmehr über die Gesellschaft aufgeklärt, in der sie aufwachsen.“ Als ob Lehrpläne darüber Auskunft gegeben könnten, was im Innern der Schüler vor sich geht. Anhand der schulischen Vorgaben ist das gerade nicht zu ermitteln. In dem korrigierenden Beitrag der „Demo für Alle“ heißt es ganz richtig, dass Sachse verschleiernd darstellt, dass es „in den ersten vier Schuljahren ,nur Basiswissen‘ über Körperfunktionen und Körperhygiene vermittelt“ werden. Es geht eben sehr wohl auch um „Identität“ und „Geschlechterrollen“, die in der Thematisierung relativiert werden. So kann „Correctiv“ nicht nur nicht überzeugen, sondern es wird deutlich, dass den einmal hergestellten Fakten in der Gesellschaft nun auch „pädagogisch“ Nachdruck verliehen werden soll.