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    Was hat Hitler mit dem Feminismus zu tun?

    Die Wortschöpfungen für die Geschlechter werden immer abstruser.

    Gender
    Schild an der Tür zu einer Toilette im kalifornischen San Diego, die explizit für "alle Geschlechter" gedacht ist. Foto: Jason Szenes (EPA FILE)

    Als die Gender-Forscher James Lindsay, Peter Boghossian und Helen Pluckrose beschlossen, ihre düstere Vorahnung, dass man heute jeden Unsinn veröffentlichen kann, solange er nur unverständlich, aber modern daherkommt, einem Realitätstest zu unterziehen, geschah genau dies.

    Der Kauderwelsch trendiger Genderstudien

    Der Titel ihrer Studie: „My Struggle: Solidarity Feminism as an Intersectional Reply to Neoliberal and Choice Feminism”, was übersetzt: „Mein Kampf: Solidarischer Feminismus als eine intersektionale Antwort auf neoliberalen und Wahl-Feminismus“ bedeutet, klingt jenem Kauderwelsch, den zu sprechen und zu schreiben man den Eleven des Wissenschaftsbetriebes hier und da immer noch abfordert, verdächtig ähnlich. Deshalb fiel – zumal im Englischen – der im deutschen wohl noch eher Reaktionen auslösende Titel „Mein Kampf“ nicht weiter auf. Dass der Text jedoch Unsinn reinster Güteklasse enthielt, aber eben offenbar auch nicht. Das ist bedauerlich, denn dieses krasse Beispiel war nur eines von sieben, mit dem die US Akademiker bewiesen, dass man heutzutage so ziemlich alles auf höchster Ebene veröffentlichen kann, solange es kryptisch formuliert ist, aber mit dem derzeit trendigen Genderthema zu tun hat.

    Genderlobby übt Druck auf Wissenschaft aus

    Was aus dem erfolgreich durchgeführten Versuch, Unsinn salonfähig zu machen, gefolgert werden kann, liegt auf der Hand. Die Sucht nach Selbstbestimmung und Selbstdefinition zeigt ihre Folgen in Form einer geradezu babylonischen Sinnvernebelung. Wir verstehen unsere eigene Sprache nicht mehr. Und nicht nur das. Unser Unabhängigkeitsstreben hat uns am Ende jene Freiheit gekostet, aufgrund derer wir alle Bindungen an Werte, Normen oder Vorgegebenes  gekappt haben. Genau jener Freiheitsverlust lässt sich derzeit an den Universitäten und im Forschungsbetrieb allenthalben beobachten. Denn obwohl, wie Lindsay in seinem Kommentar zu dem besorgniserregenden Vorfall anführt, „das Studium von Themen wie Gender, Rasse und Sexualität wichtig ist …, ist ein Problem, wie diese Themen studiert werden. Denn es sind nur ganz bestimmte Schlussfolgerungen erlaubt. In dem Feld, mit dem wir uns beschäftigten, wurden soziale Vorannahmen über die objektive Wahrheit gesetzt.“ Das heißt konkret: Wenn die Ergebnisse der Genderlobby nicht in den Kram passen, wird so lange Druck gemacht, bis der Artikel zurückgezogen, das Thema vom Vorlesungsplan gestrichen wurde oder der Professor seinen Lehrstuhl verlassen hat.

    Die Blüten, die der Genderwahnsinn treibt, werden immer bunter. Warum man etwa demnächst „womxn“ schreiben (und sagen?) soll, erläutert Barbara Stühlmeyer in der aktuellen Ausgabe der Tagespost vom 25. Oktober 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT (ari/jbj)

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