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    Trauerbekundung des Papstes in China gesendet

    Die Beileidsbekundung von Papst Franziskus für die Opfer der Explosionskatastrophe von Tianjin hat in China Beachtung gefunden: Wie der Vatikan-Blog „Il Sismografo“ (Sonntag) berichtet, sendete das Staatsfernsehen den entsprechenden Ausschnitt aus dem Angelus-Gebet des Papstes zu Mariä Himmelfahrt. Auch die in Hongkong erscheinende englischsprachige Zeitung „South China Morning Post“, ging darauf ein. Beobachter werten die Wahrnehmung einer Papstansprache in chinesischen Medien als Signal besserer Beziehungen zwischen dem Vatikan und Peking. Franziskus hatte bei seinem Angelus-Gebet am Samstag auf dem Petersplatz gesagt, er bete für die Toten, Verletzten und Angehörigen. „Der Herr möge ihnen Trost geben und jene unterstützen, die sich darum kümmern, deren Leiden zu lindern.“ Während seines Pontifikats hat Franziskus mehrfach Dialog-Signale an China gesendet. Zuletzt gab es Anzeichen dafür, dass Peking dem Vatikan in der Streitfrage der Bischofsernennungen entgegenkommen könnte. 1951 hatte das kommunistische Land die diplomatischen Beziehungen mit dem Vatikan abgebrochen.

    Die Beileidsbekundung von Papst Franziskus für die Opfer der Explosionskatastrophe von Tianjin hat in China Beachtung gefunden: Wie der Vatikan-Blog „Il Sismografo“ (Sonntag) berichtet, sendete das Staatsfernsehen den entsprechenden Ausschnitt aus dem Angelus-Gebet des Papstes zu Mariä Himmelfahrt. Auch die in Hongkong erscheinende englischsprachige Zeitung „South China Morning Post“, ging darauf ein. Beobachter werten die Wahrnehmung einer Papstansprache in chinesischen Medien als Signal besserer Beziehungen zwischen dem Vatikan und Peking. Franziskus hatte bei seinem Angelus-Gebet am Samstag auf dem Petersplatz gesagt, er bete für die Toten, Verletzten und Angehörigen. „Der Herr möge ihnen Trost geben und jene unterstützen, die sich darum kümmern, deren Leiden zu lindern.“ Während seines Pontifikats hat Franziskus mehrfach Dialog-Signale an China gesendet. Zuletzt gab es Anzeichen dafür, dass Peking dem Vatikan in der Streitfrage der Bischofsernennungen entgegenkommen könnte. 1951 hatte das kommunistische Land die diplomatischen Beziehungen mit dem Vatikan abgebrochen.

    Die Zahl der Toten nach dem schweren Explosionsunglück auf dem Hafengelände der nordchinesischen Stadt Tianjin ist bis Sonntag auf 112 gestiegen, darunter sind mehr als 20 Feuerwehrleute. Vier Tage nach der Katastrophe wurden noch 95 Menschen vermisst, darunter 85 Feuerwehrleute, wie die Behörden nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua berichteten. Die Retter waren am späten Mittwochabend zu einem Feuer in dem Gefahrgutlager geeilt und waren gerade bei ersten Löscharbeiten, als sich die massiven Explosionen von Chemikalien ereigneten. Ihnen war nicht bekannt, welche Gefahrgüter dort lagerten. Auch setzten sie Wasser ein, was bei Chemikalien wie dem unter anderem dort gelagerten hochgiftigen Natriumcyanid explosive Reaktionen auslösen kann. Nie zuvor in der Geschichte der Volksrepublik sind bei einem Unglück so viele Feuerwehrleute ums Leben gekommen wie in Tianjin. DT/KAP