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    Tagesposting: Polnische Kinder in Gefahr

    Der regierende Bürgermeister von Warschau unterzeichnet eine LGBT-Erklärung basierend auf den WHO-Standards, Kinder sexuell zu erziehen. Von Magdalena Korzekwa-Kaliszuk

    Tagesposting: Polnische Kinder  in Gefahr
    Die Autorin ist Juristin und Psychologin. Sie ist eine der bekanntesten pro-life und -Familie Aktivisten Polens.

    Wenn man in Polen lebt, kann man das Gefühl haben, in einem katholischen Land zu leben, wo unsere Kinder ausreichend vor der Genderrevolution beschützt werden. Leider musste ich mich aufgrund der Realität in Warschau, wo ich wohne, von dieser Illusion verabschieden. Vor allem in den vergangenen Wochen, nachdem der Regierende Bürgermeister von Warschau, Rafa³ Trzaskowski (PO), eine LGBT-Erklärung unterzeichnet hat, bin ich mir – als Mutter eines einjährigen Töchterchens – bewusst, dass mein Kind bedroht ist. Die LGBT-Erklärung enthält den Plan, die Kinder in Kindergärten und in der Schule basierend auf den WHO-Standards sexuell zu erziehen. Klingt vernünftig? Nur solange man nicht ins Detail geht. Gemäß den WHO Standards sollen die Kinder im Alter von bis zu vier Jahren Auskunft über „Vergnügen und Lust, den eigenen Körper zu berühren und frühkindliche Masturbation“ bekommen. Die Kinder im Alter von vier bis sechs sollen die Fähigkeit erwerben, „über sexuelle Themen zu sprechen“. Und der Plan für die Kinder im Alter von neun bis zwölf ist noch destruktiver und schädlicher: Diese Kinder sollen die Fähigkeit haben, „sexuelle Gefühle mitzuteilen (…), sich bewusst entscheiden, sexuelle Erfahrungen machen zu wollen oder nicht“. Als Psychologin, aber mehr noch als Mutter, habe ich keine Zweifel daran, dass die Empfindlichkeit des Kindes sehr groß ist. Die Zeit der Kindheit und der Jugend sind wichtige Lebensabschnitte für die intellektuelle, emotionale und soziale Entwicklung. Wenn man Kinder oder Jugendliche mit aggressiven Inhalten zur Sexualität angreift, stört man diese Entwicklung. Man stört auch die Fähigkeit, dauerhafte Beziehungen für das ganze Leben aufzubauen. Die WHO-Standards präsentieren die Sexualität als eine nette Unterhaltung ohne Konsequenzen, isolieren diese von Beziehungen, physischen und psychischen Auswirkungen. Um es direkt zu sagen: Ich möchte nicht, dass meine Kinder im Alter von zwölf Jahren in der Schule hören, dass es etwas Positives sei, in diesem Alter sexuelle Erfahrungen zu haben, falls diese Erfahrungen freiwillig sind. Mein Wille besteht darin, die Kinder so zu erziehen, dass die Sexualität mit den anderen Sphären des Lebens direkt verbunden ist und dass die Kindheit und die Jugend keine gute Zeit für sexuelle Erfahrungen sind. Schon jetzt protestieren viele Eltern in Warschau und sind nicht mit der Entscheidung des Bürgermeisters einverstanden. Die Polnische Verfassung ist auf unserer Seite und sagt direkt im ersten Satz des 48. Artikels, dass die Eltern das Recht haben, die Kinder nach ihrem Glauben zu erziehen. Hoffentlich verteidigen wir unsere Kinder vor der Entscheidung des Bürgermeisters, aber die postmoderne Kultur wird weiter unsere Kinder angreifen: Pornografie in Smartphones, Sexualität in Filmen und eine Gesellschaft, die sich der Gefahren meist nicht bewusst ist. Die Hoffnung bleibt in der Familie. Die Liebe zu den Kindern und deren Vertrauen zu uns, die zusammen verbrachte Zeit und die gemeinsamen Unterhaltungen, sowie der gemeinsame Glaube und das Gebet schützt diese vor einer destruktiven Kultur.

    Foto: Archiv

    Von Magdalena Korzekwa-Kaliszuk

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