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    Tagespost-Umfrage: Fast ein Drittel für Schwarz-Grün

    „Können CDU/CSU und Grüne nach der Bundestagswahl wirklich koalieren?“ – an dieser Umfrage konnten sich die Besucher der „Tagespost“-Internetseite www.die-tagespost.de einen Monat lang vom 24. Juni bis 22. Juli beteiligen. Das Ergebnis der nicht repräsentativen Umfrage: 57,2 Prozent oder 174 der insgesamt 304 Teilnehmer stimmten mit „Nein“, weil in Fragen des Lebensschutzes, der Atomenergie und der Bundeswehr der Graben zwischen Grünen und Union zu tief sei. 30,6 Prozent oder 93 Teilnehmer und damit fast ein Drittel konnten sich eine solche Koalition dagegen vorstellen. Sie klickten folgende Antwort an: „Es gibt genügend wertkonservative Positionen von Fragen der Bioethik über nachhaltige Haushaltspolitik bis hin zur Kritik an einem schrankenlosen Kapitalismus, die für eine gemeinsame Politik reichen würden.“ 12,2 Prozent indes votierten eher für eine Fortführung der Großen Koalition. Für sie vertreten sowohl die Grünen als auch die FDP Positionen, die ein Christ nicht unterschreiben könne.

    „Können CDU/CSU und Grüne nach der Bundestagswahl wirklich koalieren?“ – an dieser Umfrage konnten sich die Besucher der „Tagespost“-Internetseite www.die-tagespost.de einen Monat lang vom 24. Juni bis 22. Juli beteiligen. Das Ergebnis der nicht repräsentativen Umfrage: 57,2 Prozent oder 174 der insgesamt 304 Teilnehmer stimmten mit „Nein“, weil in Fragen des Lebensschutzes, der Atomenergie und der Bundeswehr der Graben zwischen Grünen und Union zu tief sei. 30,6 Prozent oder 93 Teilnehmer und damit fast ein Drittel konnten sich eine solche Koalition dagegen vorstellen. Sie klickten folgende Antwort an: „Es gibt genügend wertkonservative Positionen von Fragen der Bioethik über nachhaltige Haushaltspolitik bis hin zur Kritik an einem schrankenlosen Kapitalismus, die für eine gemeinsame Politik reichen würden.“ 12,2 Prozent indes votierten eher für eine Fortführung der Großen Koalition. Für sie vertreten sowohl die Grünen als auch die FDP Positionen, die ein Christ nicht unterschreiben könne.

    Nicht nur die „Tagespost“ hat die Frage, wie die Bürger über Schwarz-Grün denken bewegt, sondern auch das Berliner politische Magazin „Cicero“. Danach wäre einem Viertel der Unions-Wähler eine Koalition mit den Grünen bereits lieber als mit der FDP. Dies hat eine repräsentative Emnid-Umfrage für die Augustausgabe des Magazins ergeben, wie „Cicero“ am Dienstag mitteilte. Unter den Anhängern der Grünen würden danach sogar 87 Prozent lieber mit der Union regieren als gegen Schwarz-Gelb opponieren.

    Insgesamt lägen beide Koalitionsmöglichkeiten bei den Bundesbürgern inzwischen nahezu gleichauf. 48 Prozent der 1 003 Befragten war laut emnid ein Bündnis von Union und FDP lieber, 42 Prozent sprachen sich für Schwarz-Grün aus.

    Grünen-Fraktionsvize Christine Scheel sagte allerdings dem Magazin, solange die Union an der Atomkraft festhalte, sei Schwarz-Grün kein Thema. Auch reiche ein einzelnes Zugeständnis sicher nicht, in der Union müsste sich schon einiges mehr verändern. „Aber aussichtslos ist das nicht. Ich kenne viele Konservative, die sagen, wir Grünen seien mit der Energiepolitik auf dem richtigen Weg. Ich glaube, in der Union gibt es mehr Anhänger von Schwarz-Grün als in meiner eigenen Partei“, sagte Scheel.

    Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner betonte: „Schwarz-Grün könnte die Regierung der Zukunft sein.“ In den meisten politischen Sachfragen lägen die Wähler von Union und FDP noch näher beieinander, etwa bei der Kernenergie, Steuererleichterungen oder in der Bildungspolitik. „Aber es gibt auch verbindende Themen zwischen Schwarz und Grün“, sagte Schöppner dem Magazin „Cicero“ und nannte „die zunehmende Ablehnung von Staatshilfen und Rettungsschirmen, die sozial determinierte Ordnungspolitik, die Familienpolitik“.

    Die „Tagespost“ hat ab sofort eine neue Umfrage auf ihrer Internetseite www.die-tagespost.de geschaltet. Die Frage lautet: „Die SPD hat derzeit mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Woran liegt es?“.

    Die Besucher der Internetseite können aus drei Antworten eine wählen: a) „Es liegt daran, dass die SPD sich zu wenig um die Interessen der ,kleinen Leute' kümmert, ihr soziales Profil verloren hat“, oder b) „Es liegt daran, dass Frank-Walter Steinmeier nicht der richtige Kanzlerkandidat ist“; oder c) „Es liegt daran, dass man bei der SPD nicht weiß, ob sie nicht doch mit der Linkspartei im Bund koaliert.“ DT/sei