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    Qualitätskriterien für Katholische Schulen

    Auszüge aus dem Dokument der Deutschen Bischofskonferenz: „Qualitätskriterien für Katholische Schulen – Ein Orientierungsrahmen“

    Charakteristisch für Katholische Schulen ist (...) das Anliegen einer wechselseitigen Durchdringung von Glaube, Kultur und Leben.

    Der Anspruch Katholischer Schulen ist kein geringerer, als einen Lebensraum zu schaffen, in dem der Geist der Freiheit und der Liebe des Evangeliums lebendig ist. In diesem Sinne sind Katholische Schulen auch Orte einer missionarischen Kirche in unserer Gesellschaft: Sie legen Zeugnis von der Relevanz der froh machenden Botschaft Jesu Christi für das eigene Leben ab.

    Die Schülerinnen und Schüler als die eigentlichen Subjekte schulischer Erziehung und Bildung sind selbst nicht Gegenstand der Evaluation und Qualitätsentwicklung von Schule, wenngleich ihre Wahrnehmung der Situation im Bezug auf die einzelnen Qualitätsbereiche eine wichtige Erkenntnisquelle im Rahmen der Schulevaluation darstellt.

    Grundlage für das Erziehungskonzept der Schule ist die christliche Sicht von Mensch und Welt, wie sie im Evangelium zum Ausdruck kommt.

    Die Schule ist ein Ort der Erfahrung von Kirche. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten, den Glauben an Gott kennen, vertiefen, leben und feiern zu lernen. Der Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach ist Bestandteil eines umfassenden Konzepts religiöser Bildung und Erziehung an der Schule. Die Schule macht die Eltern mit ihren Erziehungsprinzipien bekannt, die in einem christlichen Menschen- und Weltverständnis wurzeln. Die Schule versteht es als ihre Aufgabe, zur kritischen Auseinandersetzung mit Werten, Normen und Einstellungen anzuregen.

    Es gibt in der Schule eine Kapelle oder andere geschützte Räume, die Gebet, Stille und Rückzug ermöglichen. (...) An der Schule gibt es vielfältige Angebote im Rahmen der Schulpastoral, welche die froh und heil machende Wirkung des christlichen Glaubens im Lern- und Lebensraum Schule erfahrbar werden lassen.

    Regelmäßige Gottesdienste gehören zum Schulleben. Die Lehrerinnen und Lehrer regen die Schülerinnen und Schüler zum persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet, zur Meditation, zur Mitfeier des Gottesdienstes und zu anderen Ausdrucksformen des religiösen Lebens an. Schulpastoral findet in vielfältigen Formen statt (beispielsweise Schulgebet, Schulgottesdienst, Jugendgruppenarbeit, Projektarbeit mit religiösen, spirituellen oder diakonischen Schwerpunktsetzungen, Einrichtung einer Reli-AG, Tage religiöser Orientierung, Exerzitien, religiöse Schulwochen, Werk-Tagungen zur Gottesdienstgestaltung, Ferienseminare, Kontakte zur Weltkirche und Ortsgemeinde, Tage im Fest des Kirchenjahren, Wanderungen zu den Zeugnissen des Christentums in der Heimat, Wallfahrten, Gestaltung des Schulgebäudes).

    Die Schule bietet bei Bedarf auch außerunterrichtliche Veranstaltungen zu einer ganzheitlichen, an der kirchlichen Lehre orientierten Sexualerziehung an.

    Die Schule ermöglicht Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen wie Katholikentagen oder Weltjugendtagen und hilft ihnen bei der Vorbereitung auf die Teilnahme. In ökumenischer Verbundenheit arbeitet die Schule mit Schulen anderer christlicher Konfessionen zusammen.

    Die Schule bietet in allen Fächern qualifizierten Unterricht, der sich an den aktuellen Standards der jeweiligen Fachwissenschaft sowie ihrer Didaktik und Methodik orientiert.

    Die Schülerinnen und Schüler werden mit den vielfältigen kulturellen Beständen aus der christlichen Tradition vertraut gemacht.

    Der Unterricht thematisiert unter den Gesichtspunkten der jeweiligen Fächer auch das Verhältnis von Wissen und Glauben.

    Im Unterricht werden bewusst auch Wertungen von Inhalten aus christlicher Sicht vorgenommen.

    Der Religionsunterricht stellt ein wesentliches Element der Bildungs- und Erziehungsarbeit dar.

    Bei der Gestaltung des Unterrichts wird der jeweilige fachdidaktische Diskussionsstand berücksichtigt.

    Christliche Werte und Erziehungsziele sowie der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Kirche werden von den Lehrerinnen und Lehrern bejaht.