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    Nur selektive Wahrnehmung?

    Afrika: was für ein Kontinent! Der oft vergessene Erdteil rückte jetzt Dank der Apostolischen Reise von Papst Benedikt XVI. nach Kamerun und Angola in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Aufnahmen, die uns von dieser Reise erreichen, sprühen von Lebensfreude, Reichtum der Kultur, tiefer Spiritualität, Schönheit und Hoffnung. Afrika, seine Menschen, sind ein großer und inspirierender Schatz. Die Begeisterung war und ist greifbar und man hat den Eindruck, dass auch Papst Benedikt XVI. trotz der Strapazen dieser Reise an jugendlichem Elan gewonnen hat. Der Pontifex hat in seinen 17 Ansprachen auf die wunderbaren Aspekte Afrikas, aber auch auf seine großen Probleme Bezug genommen. Als realistischer Hirte, der gekommen ist, um seine Schwestern und Brüder im Glauben zu stärken, betonte Papst Benedikt XVI.: „Ein Christ darf niemals schweigen angesichts des Schmerzes und der Gewalt, der Armut und des Hungers, der Korruption und des Machtmissbrauchs.“ Sein Blick ist klar und ungetrübt, er sieht die Not, aber es ist ein Blick eines guten Vaters, der die Hoffnung nie aufgibt und um die verwandelnde Kraft des Glaubens Bescheid weiß.

    Afrika: was für ein Kontinent! Der oft vergessene Erdteil rückte jetzt Dank der Apostolischen Reise von Papst Benedikt XVI. nach Kamerun und Angola in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Aufnahmen, die uns von dieser Reise erreichen, sprühen von Lebensfreude, Reichtum der Kultur, tiefer Spiritualität, Schönheit und Hoffnung. Afrika, seine Menschen, sind ein großer und inspirierender Schatz. Die Begeisterung war und ist greifbar und man hat den Eindruck, dass auch Papst Benedikt XVI. trotz der Strapazen dieser Reise an jugendlichem Elan gewonnen hat. Der Pontifex hat in seinen 17 Ansprachen auf die wunderbaren Aspekte Afrikas, aber auch auf seine großen Probleme Bezug genommen. Als realistischer Hirte, der gekommen ist, um seine Schwestern und Brüder im Glauben zu stärken, betonte Papst Benedikt XVI.: „Ein Christ darf niemals schweigen angesichts des Schmerzes und der Gewalt, der Armut und des Hungers, der Korruption und des Machtmissbrauchs.“ Sein Blick ist klar und ungetrübt, er sieht die Not, aber es ist ein Blick eines guten Vaters, der die Hoffnung nie aufgibt und um die verwandelnde Kraft des Glaubens Bescheid weiß.

    „Was fällt Ihnen zu Afrika ein?“ Jeder durchschnittliche Europäer wüsste vermutlich sofort wortreich von der Schönheit Afrikas zu berichten, aber auch von den via Fernsehen in die Wohnzimmer transportierten Bildern von Kriegen und Hungersnöten. Jeder durchschnittliche Europäer – mit einer Ausnahme: der durchschnittliche Journalist! Statt auf den Reichtum des Kontinents und seiner Menschen und die großen Herausforderungen zu blicken, scheint dieser ein Brett vor dem Kopf zu haben, oder besser gesagt ein Kondom.

    Ein Blick in die Zeitungen der vergangenen Tage vermittelt (mit wenigen Ausnahmen) den Eindruck: Afrika ist gleich Kondomdebatte. Eine vertiefende Diskussion über die Fragen der „Humanisierung der Sexualität“ und die umfassende Hilfs- und Aufklärungstätigkeit der katholischen Kirche und vieler Hilfsinitiativen findet mangels journalistischer Finesse nicht statt. Stattdessen schwingt man, fixiert auf ein europäisches Vorurteil der veröffentlichten Meinung, mit der „Gummikeule“ gegen den Stein des Anstoßes. Ist das nur ein Problem selektiver Wahrnehmung, oder steckt da tiefer gehende Absicht dahinter? Unangenehm auffallend ist, dass sich ausgerechnet zahlreiche deutschsprachige Medien im kräftigen „Papstbashing“ üben. Respekt für einen der größten Intellektuellen dieser Erde, geschweige denn Stolz auf einen so großartigen Papst scheint es hierzulande nicht, oder nicht mehr, zu geben. In Kauf nimmt man dabei, dass die vielfältigen Nöte Afrikas bei diesem Schauspiel zur Nebensache werden. Gott sei Dank, dass der durchschnittliche Europäer zu differenzieren weiß.

    Von Eugen Waldstein