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    Mit wachen Augen durch die Gegenwart

    „Auf der Suche nach dem Schönen, Wahren und Guten“: Dass ein solcher Ansatz in einer Welt, die zunehmend durcheinandergerät, nicht unrettbar naiv, sondern ziemlich mutig sein kann, zeigt eine Handvoll junger Menschen, die in Wien zusammenfand. Denn wenn Michael Cech, Magdalena Hegglin, Hannes Platter, Paula Thun und Martin Iten vom Schönen reden, meinen sie nicht das Hübsche; das Wahre ist in ihren Augen nicht automatisch das Logische und das Gute hat mit Materiellem meist herzlich wenig zu tun.

    Erstausgabe: Das Melchior-Magazin auf seiner Release-Party in Wien. Foto: Melchior

    „Auf der Suche nach dem Schönen, Wahren und Guten“: Dass ein solcher Ansatz in einer Welt, die zunehmend durcheinandergerät, nicht unrettbar naiv, sondern ziemlich mutig sein kann, zeigt eine Handvoll junger Menschen, die in Wien zusammenfand. Denn wenn Michael Cech, Magdalena Hegglin, Hannes Platter, Paula Thun und Martin Iten vom Schönen reden, meinen sie nicht das Hübsche; das Wahre ist in ihren Augen nicht automatisch das Logische und das Gute hat mit Materiellem meist herzlich wenig zu tun.

    Das Magazin, das die fünf jungen Katholiken gründeten und dessen Erstausgabe im Oktober 2014 erschien, bringt dies Seite für Seite zum Ausdruck. „Melchior“ haben sie es benannt, nach dem „König des Lichtes, dem Weisen aus dem Morgenland und Wissenschaftler, der die Welt beobachtet, die Zeichen der Zeit erkennt und aufbricht, um etwas zu suchen, das größer ist als er selbst“, wie es im Internetauftritt der Zeitschrift heißt. „Wir suchen nach Weggefährten: Freunde, mit denen wir uns freuen können; Fremde, die uns ihre Perspektive zeigen; Kritiker, die uns herausfordern; Menschen, mit denen wir über das Wunderbare staunen, das Unergründliche ergründen und das Schwere tragen können.“ Für das Magazin möchten die Autoren „Gespräche über das Leben führen, über unser Leben; über Fragen, die uns wirklich bewegen; Gespräche über Gott und die Welt.“ Aber auch über „mutige Entscheidungen und dumme Ideen, die große Liebe, alte Freunde, Trauer, Jubel, über große Taten und schwierige Fragen, Zweifel, Hirngespinste, Freiheit und Vergebung, über Schönheit und Abgründe“: Von Interesse sei das Leben in seiner ganzen Fülle, so die Redaktion.

    Mit der Unterstützung der Katholischen Hochschulgemeinde Wien, des jungen Radiosenders Fisherman.FM, und dem YOU!Magazin erscheint „Melchior“ in sehr attraktiver Aufmachung. Vollfarbig, mit festem Papier, anzeigenfrei. Große, spannend fotografierte Bilder, eine abwechslungsreiche Textgestaltung und viel Mut zu freien Flächen schaffen eine Optik, deren moderner Vintage-Anstrich dem aktuellen Geschmack junger Erwachsener entspricht – einer Zielgruppe, die vom Alter her bislang zwischen unterschiedlichen Angeboten christlicher Zeitschriften stand.

    Das Magazin richtet sich an alle Menschen, die Freude am „Mehr“ des Lebens haben, die sich gerne mit Andersgesinnten austauschen und mit offenen Augen durch die Gegenwart gehen. Das Katholische ist hier kein enger Rahmen, der thematisch eingrenzt und beschränkt, sondern ein Ausgangspunkt in alle Richtungen.

    Die Autorinnen und Autoren gehen auf die Menschen in ihrer Umgebung zu, stellen Fragen, horchen und beschreiben. Auf knapp achtzig Seiten gibt es Interviews mit Künstlern und Autoren, Selbstversuche, Kolumnen zu Trends und persönlichen Erfahrungen, Reportagen, Porträts, Zitatsammlungen, Pro-Contra-Texte, Kommentare. Die Themen decken die Bereiche Lifestyle, Glaube, Liebe, Wirtschaft, Kunst, Musik, Literatur und Reisen ab. Im Mittelpunkt der Texte stehen dabei nicht Gegenstände, Situationen oder Orte, sondern immer der Mensch, der sein Leben in die Hand nimmt und agiert. Diese Herangehensweise lädt zum Nachdenken ein und inspiriert.

    Die Redaktion von „Melchior“ möchte sich nach eigenen Angaben mit gewissenhafter Recherche und differenzierten Reportagen gesellschaftspolitischen, philosophischen und glaubensrelevanten Themen nähern – „mit Glaube und Vernunft, dem Großen, dem Unendlichen, dem Wahren; denn wer die Wahrheit sucht, sucht Gott“. Die zweite Ausgabe des Melchior-Magazins soll im März erscheinen.

    Zu beziehen unter

    www.melchiormagazin.com