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    Menschenrechtler fordern Verbot von Killerrobotern

    Menschenrechtler haben ein vorbeugendes Verbot von Killerrobotern gefordert. Dem Einsatz völlig autonomer Waffen in Kriegen und bewaffneten Konflikten müsse ein Riegel vorgeschoben werden, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Es sei notwendig, dass Menschen die Kontrolle über Waffensysteme behielten. „Heute besteht die reale Gefahr, dass die Menschen Entscheidungen über Leben und Tod an Maschinen delegieren und auf deren Kontrolle verzichten“, betonte der Hauptautor des Reports, Bonnie Docherty. Maschinen hätten seit langem als Instrumente des Krieges gedient, aber die Menschen hätten stets bestimmt, wie sie eingesetzt wurden. Vollständig autonome Waffen unterschieden sich deutlich von ferngesteuerten Drohnen, weil sie in der Lage wären, ohne menschliches Eingreifen Ziele zu wählen und anzugreifen. Obwohl solche Waffen noch nicht existierten, mache die rasche technologische Entwicklung in diese Richtung der internationalen Gemeinschaft Sorge, hieß es. Bei den Vereinten Nationen in Genf begann am Montag die dritte Runde der Expertengespräche über ein mögliches Verbot autonomer Waffensysteme im Rahmen der UN-Waffenkonvention. Der jetzt vorgelegte 16-seitige Bericht behandelt moralische und rechtliche Aspekte der Thematik. Das internationale Treffen dauert noch bis Freitag. Der Vatikan forderte bereits früher die internationale Ächtung von Killerrobotern. Zur Begründung verwies der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf in einer Stellungnahme im April 2015 auf die Gefahr, autonom handelnde Kampfsysteme könnten außer Kontrolle geraten. DT/KNA

    Menschenrechtler haben ein vorbeugendes Verbot von Killerrobotern gefordert. Dem Einsatz völlig autonomer Waffen in Kriegen und bewaffneten Konflikten müsse ein Riegel vorgeschoben werden, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Es sei notwendig, dass Menschen die Kontrolle über Waffensysteme behielten. „Heute besteht die reale Gefahr, dass die Menschen Entscheidungen über Leben und Tod an Maschinen delegieren und auf deren Kontrolle verzichten“, betonte der Hauptautor des Reports, Bonnie Docherty. Maschinen hätten seit langem als Instrumente des Krieges gedient, aber die Menschen hätten stets bestimmt, wie sie eingesetzt wurden. Vollständig autonome Waffen unterschieden sich deutlich von ferngesteuerten Drohnen, weil sie in der Lage wären, ohne menschliches Eingreifen Ziele zu wählen und anzugreifen. Obwohl solche Waffen noch nicht existierten, mache die rasche technologische Entwicklung in diese Richtung der internationalen Gemeinschaft Sorge, hieß es. Bei den Vereinten Nationen in Genf begann am Montag die dritte Runde der Expertengespräche über ein mögliches Verbot autonomer Waffensysteme im Rahmen der UN-Waffenkonvention. Der jetzt vorgelegte 16-seitige Bericht behandelt moralische und rechtliche Aspekte der Thematik. Das internationale Treffen dauert noch bis Freitag. Der Vatikan forderte bereits früher die internationale Ächtung von Killerrobotern. Zur Begründung verwies der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf in einer Stellungnahme im April 2015 auf die Gefahr, autonom handelnde Kampfsysteme könnten außer Kontrolle geraten. DT/KNA