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    Leben unter dem Regenbogen

    Laverne Cox: Erstes Transgendermodel auf „Cosmopolitan“. Von Alexander Riebel

    Transgender-Model auf der Titelseite von „Cosmopolitan“. Foto: Cosmopolitan

    Die Auflösung der Geschlechter wird von Medien systematisch unterstützt. Immer wieder immer wieder kommen Transgender auf die Titelseiten von Zeitungen oder treten in Fernsehshows auf – ein in den Vereinigten Staaten weit verbreitetes Phänomen. Jetzt hat es Laverne Cox erstmals geschafft, als Transgender-Model auf die Titelseite des Frauenmagazins „Cosmopolitan“ zu kommen. Weil das Magazin besonders von jungen Frauen gelesen wird, auch Männer schauen im Wartezimmer von Arztpraxen zuweilen hinein, bekommt solch ein Hype auch Vorbildfunktion. Es wird als normal verkauft, dass es mehr Geschlechter als nur Mann und Frau gebe. Der Schriftzug „Cosmopolitan“ in Regenbogenfarben unterstreicht das Titelthema #SayYesToLove mit dem Focus auf intersexuelle Personen. Cox hat in mehreren Filmen mitgespielt und wurde 2014 für ihre Bemühungen um der Rechte der Transsexuellen mit einem Preis geehrt. Die Homosexuellen- und Domina-Lobbyisten arbeiten schon seit vielen Jahren in den Vereinigten Staaten an der Feminisierung des Mannes, um dessen Geschlecht zu relativieren und als bedeutungslos auszugeben. Einen ersten Durchbruch erreichte der US-Film „Rocky Horror Picture Show“ von 1975, in dem Hauptdarsteller Dr. Frank N. Furter („ich bin ein süßer Transvestit“) in Strapsen, Mieder und high heels einen blonden Mann wegen dessen Männlichkeit erschlägt.

    Ein weiterer Fall, der permanent in den angelsächsischen Medien präsentiert wird, ist Caitlyn Marie Jenner, ehemals Olympiasieger Bruce Jenner, der im April 2015 bekannt gab, eine Geschlechtsumwandlung vollzogen zu haben. Barack Obama gratulierte ihr. Jenner ist der Vater des angeblich bestbezahlten Models der Welt, Kendall Jenner. Caitlyn Marie Jenner wird als berühmteste Transgender-Frau der Welt bezeichnet, sie war bereits auf dem Titelbild des Magazins „Vanity Fair“ von Starfotografin Annie Leibovitz fotografiert; gegenüber dem Internetportal Daily Mail bekannte sie, nicht als Frau die Liebe suchen zu wollen. Auch das gehört zur Intersexualität, alles ist offen, jede Form von Sexualität ist möglich und auch erwünscht. Der „Playboy“ hat im Oktober erstmals ein Transgender-Model gezeigt und Ines Rau gleich eine Doppelseite gewidmet. Der Kampf gegen die Geschlechter geht weiter.

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