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    Lammert betont Bedeutung der Sprache

    Bundestagspräsident Norbert Lammert sieht „eine überragende Bedeutung der Sprache“ für das Verhältnis der Menschen zur Welt. Auch bei der Beschreibung des Stellenwerts von Sprache in der Politik könne man „kaum übertreiben“, sagt Lammert im Interview der Zeitschrift „Der Deutschunterricht“, das die Gesellschaft für deutsche Sprache am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte. Der Bundestagspräsident beklagt darin eine „zunehmende Verrohung der Kommunikationsformen in den sogenannten sozialen Medien, die jeder Beschreibung spottet und die die Mindestvoraussetzungen eines zivilisierten Umgangs konterkariert“. Politische Mandatsträger müssten sich eine kritische Begleitung gefallen lassen, dürften aber nicht verleumdet, beschimpft oder bedroht werden. Mit Blick auf die Neuen Medien empfiehlt der CDU-Politiker, „anstelle von Tweets und Kurzstatements“ die Komplexität politischer Fragen offen darzustellen. Sachverhalte, Lösungswege und deren Konsequenzen müssten detailliert erklärt werden. „Schließlich wird kein Politiker zum ,Zwitschern‘ und zur Sprachkasteiung gezwungen“, so Lammert wörtlich. DT/KNA

    Bundestagspräsident Norbert Lammert sieht „eine überragende Bedeutung der Sprache“ für das Verhältnis der Menschen zur Welt. Auch bei der Beschreibung des Stellenwerts von Sprache in der Politik könne man „kaum übertreiben“, sagt Lammert im Interview der Zeitschrift „Der Deutschunterricht“, das die Gesellschaft für deutsche Sprache am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte. Der Bundestagspräsident beklagt darin eine „zunehmende Verrohung der Kommunikationsformen in den sogenannten sozialen Medien, die jeder Beschreibung spottet und die die Mindestvoraussetzungen eines zivilisierten Umgangs konterkariert“. Politische Mandatsträger müssten sich eine kritische Begleitung gefallen lassen, dürften aber nicht verleumdet, beschimpft oder bedroht werden. Mit Blick auf die Neuen Medien empfiehlt der CDU-Politiker, „anstelle von Tweets und Kurzstatements“ die Komplexität politischer Fragen offen darzustellen. Sachverhalte, Lösungswege und deren Konsequenzen müssten detailliert erklärt werden. „Schließlich wird kein Politiker zum ,Zwitschern‘ und zur Sprachkasteiung gezwungen“, so Lammert wörtlich. DT/KNA