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    Kritik an Casting-Plänen des ZDF für künftige Politiker

    Medienpolitiker von CDU und Grünen haben die Pläne des ZDF kritisiert, eine Castingshow für Nachwuchspolitiker zu veranstalten. Die medienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Grietje Staffelt, erklärte: „Das ZDF kratzt an seiner Glaubwürdigkeit, wenn Debatten aus den Parlamenten kaum Platz im Programm finden ..., auf der anderen Seite aber Politikcastings präsentiert werden.“ Der CDU-Medienexperte Reinhard Grindel, früher unter anderem Leiter des ZDF-Büros in Brüssel, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, Politiker müssten mehr sein als fernsehtaugliche Selbstdarsteller. ZDF-Sprecher Alexander Stock äußerte sich verwundert über die Reaktionen. Das ZDF hatte sich die Rechte an dem Reality-Format „The Next Great Leader“ gesichert, in dem „neue, unverbrauchte politische Hoffnungsträger“ gesucht werden. In der Show, die im vergangenen Jahr in Kanada anlief, stellen sich junge Bewerber ihren „Wählern“ in Debattenbeiträgen und Streitgesprächen vor. Dazu erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Grindel, Politiker sollten über eine Vielzahl sozialer und fachlicher Kompetenzen verfügen, die sich nur schwer in einer TV-Show ermitteln ließen. Seine Kollegin Staffelt von den Grünen meinte, Politikerinnen und Politiker dürften nicht zu Medienstars reduziert werden. „Ein Fernsehwettbewerb mit kurzen Videobotschaften verzerrt das Bild der Politik noch stärker, als es im Fernsehen ohnehin der Fall ist.“ ZDF-Sprecher Stock betonte, dass die Sendung sich in der Entwicklung befinde. DT/dpa

    Medienpolitiker von CDU und Grünen haben die Pläne des ZDF kritisiert, eine Castingshow für Nachwuchspolitiker zu veranstalten. Die medienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Grietje Staffelt, erklärte: „Das ZDF kratzt an seiner Glaubwürdigkeit, wenn Debatten aus den Parlamenten kaum Platz im Programm finden ..., auf der anderen Seite aber Politikcastings präsentiert werden.“ Der CDU-Medienexperte Reinhard Grindel, früher unter anderem Leiter des ZDF-Büros in Brüssel, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, Politiker müssten mehr sein als fernsehtaugliche Selbstdarsteller. ZDF-Sprecher Alexander Stock äußerte sich verwundert über die Reaktionen. Das ZDF hatte sich die Rechte an dem Reality-Format „The Next Great Leader“ gesichert, in dem „neue, unverbrauchte politische Hoffnungsträger“ gesucht werden. In der Show, die im vergangenen Jahr in Kanada anlief, stellen sich junge Bewerber ihren „Wählern“ in Debattenbeiträgen und Streitgesprächen vor. Dazu erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Grindel, Politiker sollten über eine Vielzahl sozialer und fachlicher Kompetenzen verfügen, die sich nur schwer in einer TV-Show ermitteln ließen. Seine Kollegin Staffelt von den Grünen meinte, Politikerinnen und Politiker dürften nicht zu Medienstars reduziert werden. „Ein Fernsehwettbewerb mit kurzen Videobotschaften verzerrt das Bild der Politik noch stärker, als es im Fernsehen ohnehin der Fall ist.“ ZDF-Sprecher Stock betonte, dass die Sendung sich in der Entwicklung befinde. DT/dpa