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    Joachim Herrmann: Keine Burka an Schulen

    Eine Gesichtsverhüllung von Lehrerinnen, Schülerinnen oder Studentinnen, etwa durch eine Burka, kommt für den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nicht infrage. Denn es gehöre hierzulande zu den Regeln des Zusammenlebens und des schulischen Unterrichts, dass sich die Menschen „in die Augen schauen“, sagte Herrmann am Freitagabend zum Auftakt der Sommertagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing. Diese Regeln des Umgangs sollten auch gesetzlich verankert werden. Durch die Aufnahme von Flüchtlingen dürften in Deutschland keine Parallel-Gesellschaften entstehen, sagte der Minister. Deshalb müsse das Ziel sein, dass die Flüchtlinge in die deutsche demokratische Gesellschaft und die Rechtsordnung integriert werden. Ein wesentliches Prinzip des Rechtsstaates sei, dass verfolgte Menschen in Deutschland Aufnahme und Schutz finden, sagte Herrmann. Dazu gehöre dann aber auch, dass Menschen, die nicht als Asylberechtigte anerkannt werden, das Land auch wieder verlassen. Ansonsten könnte das Vertrauen der Menschen in den Rechtsstaat schwinden. Die Integration der Flüchtlinge werde eine „jahrelange Herausforderung“ sein, sagte Herrmann. Dabei dürften die einheimische Bevölkerung und die Flüchtlinge nicht gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb gelte das bayerische Wohnungsbauprogramm mit einem Volumen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro auch für alle Menschen, die auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind, sagte der Minister. Während der Rede Herrmanns protestierten vor der Akademie Flüchtlinge und ihre Unterstützer, wie der Bayerischen Flüchtlingsrat, gegen die „zermürbende Abschiebepolitik“ der bayerischen Staatsregierung. DT/epd

    Eine Gesichtsverhüllung von Lehrerinnen, Schülerinnen oder Studentinnen, etwa durch eine Burka, kommt für den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nicht infrage. Denn es gehöre hierzulande zu den Regeln des Zusammenlebens und des schulischen Unterrichts, dass sich die Menschen „in die Augen schauen“, sagte Herrmann am Freitagabend zum Auftakt der Sommertagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing. Diese Regeln des Umgangs sollten auch gesetzlich verankert werden. Durch die Aufnahme von Flüchtlingen dürften in Deutschland keine Parallel-Gesellschaften entstehen, sagte der Minister. Deshalb müsse das Ziel sein, dass die Flüchtlinge in die deutsche demokratische Gesellschaft und die Rechtsordnung integriert werden. Ein wesentliches Prinzip des Rechtsstaates sei, dass verfolgte Menschen in Deutschland Aufnahme und Schutz finden, sagte Herrmann. Dazu gehöre dann aber auch, dass Menschen, die nicht als Asylberechtigte anerkannt werden, das Land auch wieder verlassen. Ansonsten könnte das Vertrauen der Menschen in den Rechtsstaat schwinden. Die Integration der Flüchtlinge werde eine „jahrelange Herausforderung“ sein, sagte Herrmann. Dabei dürften die einheimische Bevölkerung und die Flüchtlinge nicht gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb gelte das bayerische Wohnungsbauprogramm mit einem Volumen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro auch für alle Menschen, die auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind, sagte der Minister. Während der Rede Herrmanns protestierten vor der Akademie Flüchtlinge und ihre Unterstützer, wie der Bayerischen Flüchtlingsrat, gegen die „zermürbende Abschiebepolitik“ der bayerischen Staatsregierung. DT/epd