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    Berlin

    Grütters: Transparent mit Kunst und kolonialen Kontexten umgehen

    Im Gespräch mit der "Tagespost“ hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters sich auch zum Umgang mit Objekten aus kolonialen Kontexten beim Humboldt Forum in Berlin geäußert, die seit einiger Zeit in der Hauptstadt für Diskussionen sorgt.

    Da, wo es um die kolonialen Kontexte gehe, erwarte sie, dass die Ausstellungsmacher mit der Problematik „offensiv und tr... Foto: Christoph Soeder (dpa)

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters bedaure es, dass das Humboldt Forum im „Vorfeld seiner Eröffnung beinahe auf den kolonialen Aspekt reduziert werden soll“. Da, wo es um die kolonialen Kontexte gehe, erwarte sie, dass die Ausstellungsmacher mit der Problematik „offensiv und transparent umgehen werden“. Es werde sich jedoch nur ein „vergleichsweise kleiner Teil“ mit dieser Thematik zu befassen haben. Man könne heute, so die CDU-Politikerin, Objekte aus Afrika nicht mehr so unbefangen anschauen,wie vor der aktuellen Debatte.

    Grütters: Nicht meine Aufgabe, Schiedsrichterrolle zu spielen

    Ob man die ethnologischen Artefakte zurück in die Herkunftsländer gehörten oder in Berlin Forschungszwecken dienen dürften, möchte die Ministerin nicht entscheiden, dies sei „ein regelrechter Kunsthistorikerstreit“. „Als Kulturpolitikerin ist es nicht meine Aufgabe, eine Schiedsrichterrolle zu spielen“, so Grütters. Es sei zuallererst eine Aufgabe der Wissenschaft, die Positionen dazu vorlegen und sich verständigen muss. „Für uns in der Politik ist die Beratung durch die Experten, auch durch die Wissenschaft, sehr wichtig.“

    Wie sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters zum Berliner Museum der Moderne positioniert, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 9. Mai 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT/mee