• aktualisiert:

    Gewalt: Die Wirklichkeit hinter den Zahlen

    Ob in der Statistik oder im Film, als Christ darf man sich nicht daran gewöhnen, wenn Menschen Opfer von Gewalt werden. Das meint die Autorin Beile Ratut.

    Gewalt
    Ein Inferno der Gewalt: die G20-Krawalle vor einem Jahr. Foto: dpa

    „Kriminalstatistik erzählt Geschichten. Geschichten von Datenerfassung und Kategorien, Häufigkeit und Gewichtung. Welchen Gehalt hat die Kriminalstatistik aber für den Menschen, der ausgeplündert, verraten oder geschändet wurde oder die Angehörigen von Mordopfern?“ Das fragt Beile Ratut in ihrer Betrachtung über Gewalt und Gewaltdarstellungen. Ihr Ausgangspunkt: Gewalt ist keine Fiktion, Gewalt ist Wirklichkeit.

    Gewalt ist „konkretisierte Aggression“

    Gewalt definiert die Autorin als „konkretisierte Aggression“. Aggression wiederum „richtet sich im Kern immer gegen die Sehnsucht des Menschen, gegen seine Träume“. Damit stellt die Gewalt eine ganz konkrete Zerstörung von Menschheitsträumen dar. „Dieser Übergriff des Aggressors gegen den Träumer“, so Beile Ratut weiter, „ist ein fundamentales Merkmal dieser Welt, eine Bake des Sündenfalls. Wer sich dessen nicht bewusst ist, wird es weitertragen. Im schlimmsten Fall mit Gewalt, in jedem Fall aber mit einer immerwährenden Bagatellisierung und Ausflüchten für die Gewalt, die um und in uns ist und sein wird, bis an das Ende der Zeit“.

    Wieviel Gewalt sollte in der Öffentlichkeit sichtbar sein, wieviel Gewalt sollten die Medien zeigen? Beile Ratut gibt in Ihrem Essay eine radikale Antwort auf die Gewaltfrage. Sie lesen ihn in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 26. Juli 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT (jbj)
     

    Weitere Artikel