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    Gemeinsam mit Kindern das Internet entdecken

    Soziale Netzwerke gehören mittlerweile zu den beliebtesten Onlineangeboten. Auch Kinder lieben es, sich in den virtuellen Gemeinschaften mit Freunden auszutauschen, neue Menschen kennenzulernen oder sich selbst zu präsentieren. Doch gerade private Informationen sind bei vielen Netzwerken nicht gut aufgehoben. Vielfach bedarf es spezieller Einstellungen, um die Einsicht in die eigenen Profile nur dazu befugten Personen vorzubehalten. Bei einigen Netzwerken erlauben es die automatischen Voreinstellungen, dass persönliche Daten und Fotos allen Nutzern zugänglich sind. Diese Einstellungen lassen sich jedoch anpassen und machen das Profil geschützter.

    Soziale Netzwerke gehören mittlerweile zu den beliebtesten Onlineangeboten. Auch Kinder lieben es, sich in den virtuellen Gemeinschaften mit Freunden auszutauschen, neue Menschen kennenzulernen oder sich selbst zu präsentieren. Doch gerade private Informationen sind bei vielen Netzwerken nicht gut aufgehoben. Vielfach bedarf es spezieller Einstellungen, um die Einsicht in die eigenen Profile nur dazu befugten Personen vorzubehalten. Bei einigen Netzwerken erlauben es die automatischen Voreinstellungen, dass persönliche Daten und Fotos allen Nutzern zugänglich sind. Diese Einstellungen lassen sich jedoch anpassen und machen das Profil geschützter.

    Welche Einstellungen aktuell möglich sind, darüber informiert „Schau hin! Was Deine Kinder machen“, eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Arcor, der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie der Programmzeitschrift „TV Spielfilm“. Seit 2003 informiert die Initiative Eltern und Erziehende über die Angebote elektronischer Medien wie Fernsehen, Internet, Mobilfunk und Computerspiele und bietet ihnen konkrete und praktische Hilfestellung für den kindgerechten Umgang mit den Medien. Die Initiative stellt Eltern ein breites Serviceangebot mit alltagstauglichen Tipps und Empfehlungen bereit. Ob Newsletter, Servicebüro, Hotline, Ratgeber oder Website – alle Angebote sind kostenfrei und praxiserprobt. Darüber hin-aus finden Eltern und Erziehende im Servicebüro weiterführende Informationen und Kontakte zu Beratungseinrichtungen. Neben dem Serviceangebot will die Initiative einen Grundgedanken vermitteln: Eltern und Erziehende sollten mit ihren Kindern gemeinsam die Welt der Medien entdecken und erleben.

    Auch mit Cybermobbing befasst sich die Initiative. Dies ist der Fall, wenn Jugendliche etwa in sozialen Netzwerken, aber auch in Chats oder Internetforen ausgegrenzt, verleumdet oder beleidigt werden. „Schau hin!“ hat zu dem Thema Tipps für Eltern zusammengestellt, deren Kinder Opfer von Mobbing geworden sind. Kinder sollten wissen, dass sie sich mit Problemen an die Eltern wenden können. Gemeinsam können Eltern und Kinder dann Lösungen suchen und beispielsweise die Schule informieren.

    Um das Mobbing zu beweisen, müssen Belege gesichert werden. Ein Screenshot dient dazu, den aktuellen Bildschirminhalt zu sichern. Ansonsten sollten Uhrzeit, Name des Internetportals, in dem Mobbing stattfand, der Nickname des Täters sowie alle verfügbaren Informationen aufgeschrieben werden. Wer nicht möchte, dass Fotos, Videos oder sonstige Daten von ihm im Internet veröffentlicht werden, kann von demjenigen, der die Inhalte online gestellt hat, verlangen, diese zu entfernen. Reagiert derjenige nicht, sollte man sich an den Betreiber des Netzwerkes oder Internetdienstes wenden. Bei Problemen hilft auch die Beschwerdestelle von jugendschutz.net weiter. Ist der Täter namentlich bekannt, sollten dessen Eltern informiert werden. Auch Lehrer sollten erfahren, was vorgeht, damit sie Cybermobbing im Unterricht zum Thema machen können. Beleidigungen und Verleumdungen können auch strafrechtlich verfolgt werden. Die örtliche Polizeidienststelle nimmt Anzeigen entgegen. Hilfreich sind auf jeden Fall Beweise, etwa ausgedruckte Internetseiten.

    In einer Studie des Zentrums für empirische und pädagogische Sozialforschung (Zepf) an der Universität Koblenz-Landau gaben 40 Prozent der Befragten an, von direktem Mobbing betroffen zu sein. Jeder sechste hat bereits einmal Cybermobbing erlebt. Hauptverursacher dieser Attacken – so lautet das Ergebnis der Zepf-Befragung – sind die eigenen Klassenkameraden.

    Von Carl-H. Pierk