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    Entspannt die Stadien besuchen

    Die Terrorangst bei der Europameisterschaft im Fußball ist zum ständigen Nachrichtenthema geworden. Wie kann sich Frankreich schützen, wie die Fußballfans? Wie die Computerzeitschrift „Chip“ berichtet, hat der französische Innenminister Manuel Valls nach den Terroranschlägen in Paris angekündigt, eine Terrorwarn-App für Android und iOS entwickeln zu lassen. Zwei Tage vor dem Start der Meisterschaft war die App pünktlich fertig. Sie heißt nun SAIP (Systeme d'alerte et d'information des populations), also Alarm- und Informationssystem für die Bevölkerung. Die App ist kostenlos.

    Euro 2016
    So zeigt die Terrorwarn-App SAIP auf Smartphones Alarm an, wenn er während der Fußballeuropameisterschaft ausgerufen wir... Foto: dpa

    Die Terrorangst bei der Europameisterschaft im Fußball ist zum ständigen Nachrichtenthema geworden. Wie kann sich Frankreich schützen, wie die Fußballfans? Wie die Computerzeitschrift „Chip“ berichtet, hat der französische Innenminister Manuel Valls nach den Terroranschlägen in Paris angekündigt, eine Terrorwarn-App für Android und iOS entwickeln zu lassen. Zwei Tage vor dem Start der Meisterschaft war die App pünktlich fertig. Sie heißt nun SAIP (Systeme d'alerte et d'information des populations), also Alarm- und Informationssystem für die Bevölkerung. Die App ist kostenlos.

    Eine rote Färbung auf dem Smartphone soll sofort gut sichtbar anzeigen, wenn der Ernstfall eintritt. In kürzester Zeit erscheinen dann auch Informationen über den Tathergang und den Anschlag selbst und wo er stattgefunden hat. Auch wird der Handynutzer darüber informiert, was er tun soll. „Das beinhaltet Tipps, wo man sich in Sicherheit bringen kann, wie andere Personen benachrichtigt werden sollten und welche Anweisungen die Sicherheitskräfte geben“, heißt es bei „Chip“. Natürlich gibt es in den Städten auch die üblichen Sirenen und Lautsprecherdurchsagen. Die App soll aber dafür sorgen, das die Notrufzentralen nicht überlastet werden, um diese funktionsfähig zu halten.

    Über den möglichen Terror hinaus will SAIP auch vor Klima- und Umweltkatastrophen warnen. Sogar ein Nuclearunfall wird angezeigt. Mit der App kann der Nutzer auch den Standort von Freunden und Verwandten eingeben, um über die Lage an solchen Orten informiert zu werden. Wer sich in einem Gefahrengebiet befindet, sollte die App im Hintergrund seines Geräts immer laufen lassen. In Deutschland gibt es bereits vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die App Nina, die der französischen ähnlich ist. Nina gibt auch Hinweise auf Lebensmittel, die man im Katastrophenfall parat haben sollte. Mit SAIP sollen die Fans entspannter in die Stadien gehen können und eine Massenpanik hoffentlich vermeiden.