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    Ehemaliges Gulag soll Forschungszentrum werden

    In einem ehemaligen Gulag will die russisch-orthodoxe Kirche ein Forschungszentrum über die Verfolgung während der Sowjetzeit gründen. Ziel sei es, an die Märtyrer des Glaubens zu erinnern, sagte Kirchenoberhaupt Patriarch Kyrill I. beim Besuch des einstigen Arbeitslagers auf den Solowki-Inseln im Weißen Meer der russischen Nachrichtenagentur Interfax. 1923 hatten die kommunistischen Machthaber das dortige Kloster in das erste große Gulag umfunktioniert, das zum Modell des Straflagersystems wurde. Er könne sich kaum einen besseren Ort für ein solches Zentrum vorstellen, so Kyrill I. Das Kloster sei „ein Symbol für die tragische Geschichte unserer Heimat“. Die Kirche müsse hier an ihre Opfer erinnern. Der Großvater des Patriarchen, Wassilij Gundjajew, gehörte zu den ersten Gefangenen. DT/KNA

    In einem ehemaligen Gulag will die russisch-orthodoxe Kirche ein Forschungszentrum über die Verfolgung während der Sowjetzeit gründen. Ziel sei es, an die Märtyrer des Glaubens zu erinnern, sagte Kirchenoberhaupt Patriarch Kyrill I. beim Besuch des einstigen Arbeitslagers auf den Solowki-Inseln im Weißen Meer der russischen Nachrichtenagentur Interfax. 1923 hatten die kommunistischen Machthaber das dortige Kloster in das erste große Gulag umfunktioniert, das zum Modell des Straflagersystems wurde. Er könne sich kaum einen besseren Ort für ein solches Zentrum vorstellen, so Kyrill I. Das Kloster sei „ein Symbol für die tragische Geschichte unserer Heimat“. Die Kirche müsse hier an ihre Opfer erinnern. Der Großvater des Patriarchen, Wassilij Gundjajew, gehörte zu den ersten Gefangenen. DT/KNA