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    „Die Pornografie hätte beinahe mein Leben ruiniert“

    Jeremy Hammond hat die Aktion „free!indeed“ ins Leben gerufen, die Abhängigen mit Gottvertrauen Wege aus der Pornografie-Sucht aufzeigen will.

    Der Konsum von Pornografie stellt oft ein Suchtverhalten dar, dessen sich der Abhängige gar nicht bewusst ist - auch unt... Foto: dpa (dpa)

    Pornografie gilt unter Erwachsenen meist unstrittig als anrüchig, unter Eheleuten wird der Konsum gemeinhin dem Fremdgehen gleichgestellt. Trotzdem sind die Statistiken eindeutig: Gut 25 Prozent aller Anfragen in Suchmaschinen sind pornografiebezogen (circa 68 Millionen pro Tag). In Deutschland gelten 12,4 Prozent aller Internetklicks entsprechenden Seiten. Dabei beträgt deren Anteil etwa 35 Prozent des Webs; es existieren rund 400 Millionen entsprechender Webseiten.

    Problem auch in christlichen Kreisen virulent

    Das Problem ist auch in christlichen Kreisen virulent: Statistiken weisen circa 68 Prozent der sich selbst als christlich bezeichnenden Männer als regelmäßige Konsumenten von Pornografie aus. Die ständige und meist kostenfreie Verfügbarkeit von Bildern und Filmen im Internet greift somit offenbar auch tief in christlich geprägte Schichten ein, die alleine aufgrund kirchlicher und biblischer Moralvorstellungen einen gewissen Schutz bieten sollten.

    Der Konsum von Pornografie stellt oft ein Suchtverhalten dar, dessen sich der Abhängige gar nicht bewusst ist. Um aus dieser Lage einen Ausweg zu bieten, hat Jeremy Hammond mit einigen Mitstreitern die Aktion „free!indeed“ ins Leben gerufen. Hammond, Ehemann und Familienvater, spricht hinsichtlich Pornografiesucht aus eigener Erfahrung. Im Gespräch mit der „Tagespost“ erläutert er, dass er selbst mit neun Jahren in die Nutzung „hineingerutscht“ sei, die sich zu einem regelmäßigen Konsum entwickelt habe. „Jedes überfordernde Gefühl, ob positiv oder negativ, habe ich irgendwann mit Pornografie verarbeitet.“ Die Pornografie, so Hammond, hätte beinahe sein Leben ruiniert.

    Selbsthilfegruppe zur Überwindung der Sucht mit Gebet

    Das war der Zeitpunkt, wo er sich eingestand, das Problem nicht alleine bewältigen zu können und sich Gesprächspartner suchte, gegenüber denen er sich öffnen konnte. Geholfen hat dabei auch ein Bibelkurs, in dem neben christlichen Werten auch auf die Bedeutung von Rechenschaftspartnern hingewiesen wurde, sodass er zusammen mit zunächst nur einem Gemeindemitglied eine Selbsthilfegruppe gestartet hat. Hier fanden er und zunehmend mehr Teilnehmer Hilfe, auch im unterstützenden Gebet.

    Wie Jeremy Hammond und sein Projekt „free!indeed“ Abhängigen mit der Berufung auf biblische Grundlagen Hilfestellungen liefern und Wege aus der Sucht aufzeigen, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 22. November 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT