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    Deutsche Journalistenschule: Kritik an Islam-Tagung

    Die Deutsche Journalistenschule hat eine Arbeitstagung organisiert zur Frage, wie man fair über den Islam berichtet. Kritik gab es an der Referentenauswahl. Peter Winnemöller zeichnet legt sie in der "Tagespost" dar.

    "Islamdiskurs-Workshops": "Neutales" Licht auf den Islam werfen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa. Foto: A3929/_Julian Stratenschulte (dpa)

    Die Gruppe "The Muslim Story" bietet auf Facebook "Medientrainings für muslimische Organisationen" und "Islamdiskurs-Workshops" für Redaktionen an. Ein solcher Workshop fand in der Deutschen Journalistenschule statt. Nach Aussage der Schule ließ man von der Initiative "The Muslim Story" ein Seminar zu fairer Berichterstattung über den Islam ausrichten.

    Höre immer auch die andere Seite

    Lobbyisten in eine Journalistenschule einzuladen, ist nicht das Problem. Wer eine Sache offensiv vertritt, hat auch eine klare Meinung dazu und bringt für gewöhnlich Sachverstand mit. Wo das Wort "umstritten" mehr ist als ein polemischer Begriff zur Verunglimpfung, muss auch die andere Seite gehört werden. Bestimmte Aspekte des Islam, sowie deren praktische, politische oder gesellschaftliche Auswirkungen, sind ohne Zweifel umstritten. Aufgrund der wachsenden Zahl der Muslime in unserem Land ist das Thema relevant. Das beschränkt sich nicht auf islamistische Gewalt oder Terror. Das betrifft Fragen des alltäglichen Miteinanders der Menschen.

    Kritik gibt es zu Recht

    Wer als Verantwortlicher journalistischer Ausbildung so nicht handelt, hat zu Recht damit zu rechnen, dass es Kritik hagelt. Gesellschaftliche Interessenvertreter von nur einer Meinungsrichtung einzuladen, ist ein Widerspruch zur angestrebten journalistischen Objektivität. Solcherart Kritik sah sich die DJS von Islamkritikern ausgesetzt.

    Wer nach dem Maßstab journalistischen Handelns festlegt, was ein "Islam-Experte" ist, was als "Diskurs auf Augenhöhe" gelten kann und wie die Deutsche Journalistenschule auf das Gesprächsangebote der Kritiker reagierte, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 06. Dezember 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT