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    Der Hang zum Fernseher wird schwächer

    Der analoge Fernsehempfang über Kabel könnte nach Einschätzung der Landesmedienanstalten 2018 auslaufen. Eine Abschaltung der analogen TV-Verbreitung nehme immer deutlichere Konturen an, sagte der Koordinator des Fachausschusses Netze, Technik und Konvergenz, Thomas Fuchs, bei der Vorstellung des Digitalisierungsberichts 2015 am Dienstag in Berlin. Eine Studie von TNS-Infratest zeige, dass inzwischen 88,5 Prozent der deutschen TV-Haushalte ihre Fernsehprogramme digital empfangen. Das ist ein Anstieg um 4,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Nur Kabelhaushalte können in Deutschland TV-Programme noch analog empfangen.

    Der analoge Fernsehempfang über Kabel könnte nach Einschätzung der Landesmedienanstalten 2018 auslaufen. Eine Abschaltung der analogen TV-Verbreitung nehme immer deutlichere Konturen an, sagte der Koordinator des Fachausschusses Netze, Technik und Konvergenz, Thomas Fuchs, bei der Vorstellung des Digitalisierungsberichts 2015 am Dienstag in Berlin. Eine Studie von TNS-Infratest zeige, dass inzwischen 88,5 Prozent der deutschen TV-Haushalte ihre Fernsehprogramme digital empfangen. Das ist ein Anstieg um 4,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Nur Kabelhaushalte können in Deutschland TV-Programme noch analog empfangen.

    Regina Deck von TNS-Infratest sagte, dass es zurzeit nur noch viereinhalb Millionen Haushalte in Deutschland gebe, die Kabelfernsehen ausschließlich analog empfangen. Mehr als die Hälfte dieser Haushalte bezahle den Kabelanschluss über die Nebenkosten beim Wohnungsvermieter. Zudem hätten die analogen Kabelbezieher ein vergleichsweise geringes Einkommen. Wie die Studie außerdem ergab, planen 75 Prozent der analogen Kabelkunden keinen Wechsel zum digitalen Empfang.

    Wenig Veränderung gibt es laut Studie bei der Verteilung der TV-Empfangswege auf die deutschen Haushalte: Mit jeweils gut 46 Prozent der TV-Haushalte liegen Satellit und Kabel an der Spitze. Deutlich dahinter folgen das digitale Antennenfernsehen DVB-T (9,7 Prozent) und das Internetfernsehen IPTV (4,8 Prozent). Bei der Befragung waren Mehrfachnennungen möglich.

    Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung ist, dass mehr als 48 Prozent der Fernsehhaushalte TV-Sendungen mittlerweile in HD-Qualität sehen. Das seien knapp zehn Prozent mehr als 2014, sagte Deck. Knapp 19 Prozent der Haushalte beziehen auch Programme der privaten TV-Anbieter in HD. Diese vergleichsweise niedrige Quote erkläre sich vermutlich mit dem monatlichen Entgelt, das dafür gezahlt werden müsse, sagte Deck.

    Noch immer knapp vierzig Prozent der TV-Nutzer sehen ihre Sendungen am liebsten auf einem Fernsehgerät, wie Deck weiter ausführte. Jedoch hätten bereits 24 Prozent das Smartphone als wichtigstes Gerät bezeichnet. Zudem diene das Smartphone wie auch das Tablet immer häufiger als sogenannter Second Screen, also als zweiter Bildschirm, der während des Fernsehguckens laufe.

    Die Landesmedienanstalten veröffentlichen seit 2005 jährlich einen Bericht mit Daten und Fakten zum Stand der Digitalisierung auf den verschiedenen Rundfunk-Übertragungswegen. DT/epd