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    C.S. Lewis: Ein moderner Kirchenlehrer

    Der vor 120 Jahren geborene CS Lewis war kein Katholik. Doch einer der originellsten und tiefsinnigsten christlichen Autoren des 20. Jahrhunderts, der Unzählige inspiriert hat.

    Der Kirchenlehrer C.S. Lewis
    Zusammen mit anderen bedeutenden Denkern seiner Zeit stellt Lewis die Frage nach dem Menschen. Wie kann menschliches Leb... Foto: IN

    Nicht jeder Theologe ist auch ein Kirchenlehrer. Wird jemand als ein solcher bezeichnet, ist damit deutlich mehr ausgesagt als nur, dass es sich um solide christliche Lehre handelt. Es sind nicht selten Gestalten, die in krisenhaften Zeiten der Kirchengeschichte einen wichtigen Akzent gesetzt haben. Der vor 120 Jahren geborene CS Lewis war kein Katholik. Doch einer der originellsten und tiefsinnigsten christlichen Autoren des 20. Jahrhunderts, der Unzählige inspiriert hat. Es gibt mehrere Gründe, ihn einen Kirchenlehrer zu nennen.

    Das Werk C.S. Lewis' ist eine Antwort auf die säkulare Moderne

    Einer davon lautet, weil er das zentrale Problem der Gegenwart erfasst hat. Das ganze Werk C.S. Lewis’ ist eine Antwort auf die säkulare Moderne. Früher als die meisten und prägnanter als die meisten analysiert er deren Verhängnis und bietet einen Ausweg an. Es sind die frühen Dreißiger Jahre, in denen Lewis seinen Glaubensweg beginnt. Innerhalb nur zweier Jahrzehnte haben Automobile in den Städten des Westens Pferdekutschen ersetzt. Rasante Fortschritte der Naturwissenschaften lassen eine Welt ohne Krankheiten und Hunger, lassen Weltraumfahrten und ewigen Frieden in greifbarer Nähe erscheinen.

    Sowohl die beiden großen Ideologien des Kommunismus und des Faschismus, als auch der Konsumismus der westlichen Welt folgen innerlich dem Narrativ des grenzenlosen Fortschritts. Zusammen mit anderen bedeutenden Denkern seiner Zeit stellt er die Frage nach dem Menschen. Wie kann menschliches Leben gelingen und wie kann der Mensch überhaupt über sich selbst nachdenken im Zeitalter der Technik? Die Fragen verbinden ihn mit Heidegger, Buber, Guardini.

    Das zentrale Problem der Moderne ist nach Lewis die technisierte Vernunft

    Doch seine Kritik der „modernen Vernunft“ ist schärfer, seine Analyse und sein Lösungsvorschlag noch weitreichender. Das zentrale Problem der Moderne ist nach Lewis die technisierte Vernunft. Nicht die Technik, sondern die Selbstreduzierung des Menschen auf das Technische und das naturwissenschaftlich Erforschbare ist das Verhängnis. Am pointiertesten beschreibt Lewis das in „Abolition of man“, seinem vielleicht wichtigsten Text. Wird die Ästhetik auf die subjektiven Empfindungen reduziert, gibt es keinen Grund mehr, warum nicht auch die Ethik auf Konvention und Geschmack allein beruhen sollten. Das Naturwissenschaftliche ist objektiv, alles andere evolutionäres Beiwerk.

    Sieben weitere Gründe, weshalb C.S. Lewis ein moderner Kirchenlehrer ist, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 29. November 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT

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