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    Behörde entscheidet bei der Hedwigs-Kathedrale

    Im Streit um die Neugestaltung der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale muss einem Zeitungsbericht zufolge jetzt die Denkmalbehörde des Bezirks Mitte entscheiden.

    Im Streit um die Neugestaltung der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale muss einem Zeitungsbericht zufolge jetzt die Denkmalbehörde des Bezirks Mitte entscheiden. Der Bauantrag für den Umbau im Innern, bei dem die Bodenplatte geschlossen werden soll, sei zwar noch nicht eingereicht worden, aber es sei vom Erzbistum der Antrag auf eine denkmalrechtliche Genehmigung gestellt worden, berichtete die „Berliner Morgenpost“ (Montagsausgabe). Stadtrat Ephraim Gothe (SPD) habe der Zeitung bestätigt, dass es Baupläne gebe, anhand derer die Fachleute die denkmalrechtlichen Fragen beurteilen. Dabei gehe es speziell auch um „gottesdienstliche Belange“. Das Erzbistum betonte demnach, die jetzige Raumkonzeption mit der Bodenöffnung störe den Gemeinschaftsgedanken, der für das Feiern des Gottesdienstes von zentraler Bedeutung sei. Kritiker der Neugestaltung hingegen sehen den Gottesdienst nicht gestört. Zudem stelle die Innengestaltung ein Denkmal von höchstem Wert dar, eine Sanierung des Innern reiche aus. „Wer die Axt an Sankt Hedwig legt, der spaltet das Bistum“, sagte der Kulturwissenschaftler Alfred-Mario Molter. Er hat bereits 900 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Die „Freunde der St.-Hedwigs-Kathedrale“ kritisieren den geplanten Umbau zudem als „pure Geldverschwendung“. 43 Millionen Euro sind dem Zeitungsbericht zufolge für die Umsetzung der Pläne nötig. DT/KNA

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