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    Wassermangel in Israel

    Jerusalem (KNA) Ausbleibende Regenfälle in Israel führen zur Wasserknappheit im gesamten Becken des Sees Genezareth sowie des Jordanflusses bis hin zum Toten Meer. Betroffen sind auch die Zuflüsse des Jordan, wie die Tageszeitung „Haaretz“ am Sonntagabend unter Berufung auf jüngste Messungen der Wasserbehörde berichtete.

    Jerusalem (KNA) Ausbleibende Regenfälle in Israel führen zur Wasserknappheit im gesamten Becken des Sees Genezareth sowie des Jordanflusses bis hin zum Toten Meer. Betroffen sind auch die Zuflüsse des Jordan, wie die Tageszeitung „Haaretz“ am Sonntagabend unter Berufung auf jüngste Messungen der Wasserbehörde berichtete.

    Demnach hat die Wasserbehörde einen signifikanten Wassermangel der nördlichen Jordanzuflüsse gemessen, der sich auf ein Defizit von 115 Millionen Kubikmetern Wasser verglichen mit dem Jahresdurchschnitt summiere. Das habe zu einem spürbaren Rückgang auch im Jordan selbst geführt, dessen Fließgeschwindigkeit sich von 15 Kubikmetern pro Sekunde Anfang Februar auf 10 Kubikmeter pro Sekunde zum Ende des Monats verlangsamt habe.

    Im Bereich des Sees Genezareth fiel laut Bericht im Februar nur rund ein Zehntel der Regenmenge verglichen mit dem Mehrjahresdurchschnitt. An einigen Messstellen wurde demnach im Februar die niedrigste Niederschlagsmenge seit 90 Jahren gemessen. Besser stellt sich die Lage in Zentralisrael und den Küstengebieten dar, jedoch wurden laut Bericht auch dort Regenmengen von nur 50 bis 60 Prozent des Mehrjahresdurchschnitts gemessen. Der Wasserstand des Sees Genezareth stieg demnach um weniger als die Hälfte der Februardurchschnittswerte. Erstmals seit zehn Jahren lag damit der Pegel des wichtigsten Frischwasserspeichers des Landes Ende Februar unterhalb der roten Linie von 213 Metern unter dem Meeresspiegel. Ab der roten Linie ist die Wassernutzung beschränkt und ab der schwarzen Linie (214,87 Meter unter dem Meeresspiegel) ist die Wasserentnahme verboten.

    Der Pegel des Toten Meeres sank im vergangenen Februar um sechs Zentimeter und damit dreimal so viel wie im Vorjahresmonat.