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    Vesper: Olympische Spiele in erster Linie ein Sportfest

    Berlin (DT/KNA) Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Michael Vesper, hat in der Diskussion um die Menschenrechte in China vor zu hohen Erwartungen an die Sommer-Olympiade in Peking gewarnt. Die Spiele seien in erster Linie ein „grandioses Sportfest“, sagte Vesper am Donnerstagabend in Berlin. Man dürfe von der olympischen Bewegung beim Thema Menschenrechte nicht etwas fordern, „was Legionen von Politikern und Diplomaten bislang nicht geschafft“ hätten. Zugleich betonte Vesper, dass es seit der Vergabe der Spiele an Peking zahlreiche Fortschritte in China gegeben habe. So könnten sich die rund 25 000 ausländischen Journalisten während des Sportereignisses frei im Land bewegen. Ebenso sei die Verhängung der Todesstrafe durch lokale Gerichte erschwert worden. Vesper verwahrte sich angesichts dieser Entwicklungen auch gegen Vergleiche zwischen den Spielen in Peking und den von den Nationalsozialisten 1936 in Berlin veranstalteten Spielen. Äußerungen dieser Art seien „ahistorisch und falsch“. Die Vorsitzende des Bundestags-Menschenrechtsausschusses, Herta Däubler-Gmelin (SPD), kritisierte das China-Bild der deutschen Öffentlichkeit. Sie wundere sich manchmal über die deutsche Kritik an China, die doch sehr von Vorbehalten geprägt zu sein scheine. Die deutsche Öffentlichkeit müsse anerkennen, dass sich China in den vergangenen 15 Jahren ungemein geöffnet habe.

    Berlin (DT/KNA) Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Michael Vesper, hat in der Diskussion um die Menschenrechte in China vor zu hohen Erwartungen an die Sommer-Olympiade in Peking gewarnt. Die Spiele seien in erster Linie ein „grandioses Sportfest“, sagte Vesper am Donnerstagabend in Berlin. Man dürfe von der olympischen Bewegung beim Thema Menschenrechte nicht etwas fordern, „was Legionen von Politikern und Diplomaten bislang nicht geschafft“ hätten. Zugleich betonte Vesper, dass es seit der Vergabe der Spiele an Peking zahlreiche Fortschritte in China gegeben habe. So könnten sich die rund 25 000 ausländischen Journalisten während des Sportereignisses frei im Land bewegen. Ebenso sei die Verhängung der Todesstrafe durch lokale Gerichte erschwert worden. Vesper verwahrte sich angesichts dieser Entwicklungen auch gegen Vergleiche zwischen den Spielen in Peking und den von den Nationalsozialisten 1936 in Berlin veranstalteten Spielen. Äußerungen dieser Art seien „ahistorisch und falsch“. Die Vorsitzende des Bundestags-Menschenrechtsausschusses, Herta Däubler-Gmelin (SPD), kritisierte das China-Bild der deutschen Öffentlichkeit. Sie wundere sich manchmal über die deutsche Kritik an China, die doch sehr von Vorbehalten geprägt zu sein scheine. Die deutsche Öffentlichkeit müsse anerkennen, dass sich China in den vergangenen 15 Jahren ungemein geöffnet habe.