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    US-Belohnung für Infos über entführte Priester in Syrien

    Washington/Rom/Damaskus (KAP/DT) Das US-amerikanische Außenministerium hat eine Summe von bis zu fünf Millionen Dollar (rund 4, 5 Mio. Euro) für Informationen über das Schicksal von fünf in Syrien verschollenen katholischen und orthodoxen Bischöfen und Priestern ausgelobt. Der aktuelle Aufruf erfolgte über das „Rewards for Justice“-Programm (RFJ) der Regierung in Washington. Konkret geht es um Hinweise auf den Verbleib des Jesuiten Paolo Dall'Oglio, der beiden Aleppiner Metropoliten Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und Boulos Yazigi sowie des armenisch-katholischen Priesters Michael Kayyal und des griechisch-orthodoxen Priesters Maher Mahfouz. Sie alle wurden 2013 mutmaßlich von islamistischen Gruppierungen entführt und gelten seither als vermisst.

    Washington/Rom/Damaskus (KAP/DT) Das US-amerikanische Außenministerium hat eine Summe von bis zu fünf Millionen Dollar (rund 4, 5 Mio. Euro) für Informationen über das Schicksal von fünf in Syrien verschollenen katholischen und orthodoxen Bischöfen und Priestern ausgelobt. Der aktuelle Aufruf erfolgte über das „Rewards for Justice“-Programm (RFJ) der Regierung in Washington. Konkret geht es um Hinweise auf den Verbleib des Jesuiten Paolo Dall'Oglio, der beiden Aleppiner Metropoliten Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und Boulos Yazigi sowie des armenisch-katholischen Priesters Michael Kayyal und des griechisch-orthodoxen Priesters Maher Mahfouz. Sie alle wurden 2013 mutmaßlich von islamistischen Gruppierungen entführt und gelten seither als vermisst.

    Die Entführung der christlichen Geistlichen zeige die rücksichtslose Taktik der IS-Terroristen, gegen die man angehen müsse, heißt es in einer Mitteilung auf der Website „Rewards for Justice“-Programms. Zum sechsten Jahrestag von Dall'Oglios Entführung beklagten die Geschwister des Jesuiten bei einer Pressekonferenz in Rom Versäumnisse bei den Nachforschungen. Man habe noch immer keine Nachricht über das Schicksal von Paolo Dall'Oglio, bedauerten sie. Die zuständigen Stellen seitens der italienischen Regierung hätten zwar versichert, alles zu tun, um den Verbleib ihres Bruders aufzuklären; erst 2018 habe die Familie aber einen Koffer von Paolo Dall'Oglio erhalten, der schon seit Juni 2014 im Besitz der italienischen Ermittler gewesen sei, schilderte Francesca Dall'Oglio.

    Das Gepäckstück enthielt nach ihren Angaben alte Mobiltelefone sowie die Brieftasche und das Käppchen des Geistlichen. Die Familie habe die Gegenstände erst erhalten, nachdem sie sich aktiv darum bemüht habe. Immer noch wisse man nicht, ob Paolo Dall'Oglio noch am Leben sei.

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