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    Roma: Französische Caritas kritisiert Kabinett

    Paris (DT/KNA) Die französische Caritas „Secours catholique“ hat der Regierung „nicht hinnehmbare institutionelle Gewalt“ beim Umgang mit Roma vorgeworfen. Die Räumung illegaler Lager vor den Kameras sei erfolgt, ohne dass den Betroffenen dauerhafte Lösungen angeboten worden seien, klagte der katholische Wohlfahrtsverband in einer am Dienstagabend in Paris veröffentlichten Erklärung. Die Caritas beklagt, die Roma lebten jetzt in Angst, würden von der Polizei gejagt und in der öffentlichen Meinung stigmatisiert. Dadurch würde die Notlage dieser Minderheit verstärkt. Sämtliche Integrationsbemühungen seien so mit einem Schlag zunichte gemacht worden. Auch der Dachverband der protestantischen Kirchen in Frankreich FPF äußerte sich am Dienstagabend beunruhigt über die Regierungsmaßnahmen. Die Roma gehörten zu den ärmsten Völkern Europas. Ihre Diskriminierung müsse beendet werden. Der französische Premierminister Francois Fillon bezeichnete unterdessen die umstrittenen Räumungen und Abschiebungen als korrekt. Die Maßnahmen dieses Sommers stünden im Einklang mit französischem und europäischem Recht, heißt es in einer am Dienstagabend in Paris veröffentlichten Erklärung. Fillon kündigte an, EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zu kontaktieren, um eine bessere Koordinierung der Zusammenarbeit mit den bulgarischen und rumänischen Behörden zu erzielen.

    Paris (DT/KNA) Die französische Caritas „Secours catholique“ hat der Regierung „nicht hinnehmbare institutionelle Gewalt“ beim Umgang mit Roma vorgeworfen. Die Räumung illegaler Lager vor den Kameras sei erfolgt, ohne dass den Betroffenen dauerhafte Lösungen angeboten worden seien, klagte der katholische Wohlfahrtsverband in einer am Dienstagabend in Paris veröffentlichten Erklärung. Die Caritas beklagt, die Roma lebten jetzt in Angst, würden von der Polizei gejagt und in der öffentlichen Meinung stigmatisiert. Dadurch würde die Notlage dieser Minderheit verstärkt. Sämtliche Integrationsbemühungen seien so mit einem Schlag zunichte gemacht worden. Auch der Dachverband der protestantischen Kirchen in Frankreich FPF äußerte sich am Dienstagabend beunruhigt über die Regierungsmaßnahmen. Die Roma gehörten zu den ärmsten Völkern Europas. Ihre Diskriminierung müsse beendet werden. Der französische Premierminister Francois Fillon bezeichnete unterdessen die umstrittenen Räumungen und Abschiebungen als korrekt. Die Maßnahmen dieses Sommers stünden im Einklang mit französischem und europäischem Recht, heißt es in einer am Dienstagabend in Paris veröffentlichten Erklärung. Fillon kündigte an, EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zu kontaktieren, um eine bessere Koordinierung der Zusammenarbeit mit den bulgarischen und rumänischen Behörden zu erzielen.