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    „Redeliste“ statt „Rednerliste“

    Hannover (PI/DT) Die Landeshauptstadt Hannover hat eine neue „Empfehlung für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ veröffentlicht. Diese trage, wie es in einer Pressemitteilung heißt, „der Vielzahl geschlechtlicher Identitäten Rechnung“. Statt „Rednerpult“ solle man zum Beispiel den Begriff „Redepult“ verwenden, statt Pronomen wie „Jeder, jede“ oder „keiner“ soll es nun „alle“ oder „niemand“ heißen. Auch bei den Pluralformen von Berufen sollen „geschlechtsumfassende Formulierungen“ benutzt werden. Also nicht mehr „die Lehrer“, sondern „die Lehrenden“. Statt „der Vorsitzende“ heißt es nun nicht mehr „die Vorsitzenden“, sondern „Vorsitzende“.

    Hannover (PI/DT) Die Landeshauptstadt Hannover hat eine neue „Empfehlung für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ veröffentlicht. Diese trage, wie es in einer Pressemitteilung heißt, „der Vielzahl geschlechtlicher Identitäten Rechnung“. Statt „Rednerpult“ solle man zum Beispiel den Begriff „Redepult“ verwenden, statt Pronomen wie „Jeder, jede“ oder „keiner“ soll es nun „alle“ oder „niemand“ heißen. Auch bei den Pluralformen von Berufen sollen „geschlechtsumfassende Formulierungen“ benutzt werden. Also nicht mehr „die Lehrer“, sondern „die Lehrenden“. Statt „der Vorsitzende“ heißt es nun nicht mehr „die Vorsitzenden“, sondern „Vorsitzende“.

    Diese neue „Empfehlung“ sei für „sämtlichen Schriftverkehr der Verwaltung verbindlich. Sie wird schrittweise in E-Mails, Präsentationen, Broschüren, Presseartikeln, Drucksachen, Hausmitteilungen, Flyern, Briefen, Formularen und Rechtstexten umgesetzt“, wie es in der Mitteilung heißt. „Erst in zweiter Linie, wenn eine solche Formulierung nicht möglich ist, wird das sicherlich auffälligste Mittel – der ,Gender Star‘ – eingesetzt. Das Sternchen* zwischen der maskulinen und femininen Endung soll in der Schriftsprache als Darstellungsmittel aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten dienen und hebt gezielt den Geschlechterdualismus auf. Beim Vorlesen wird der Gender Star durch eine kurze Atempause gekennzeichnet. Er ersetzt das bisher verwendete Binnen-I.“

    Es wird außerdem an die grammatisch korrekte Behandlung von Institutionen erinnert, die einen weiblichen Artikel besitzen, etwa: „Die Kirche als Arbeitgeberin“ und nicht „Die Kirche als Arbeitgeber“. „Vielfalt ist unsere Stärke – diesen Grundgedanken des städtischen Leitbilds auch in unserer Verwaltungssprache zu implementieren, ist ein wichtiges Signal und ein weiterer Schritt, alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen", so Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD).