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    „Kirche steht an ihrer Seite“

    Köln (DT/KNA) Die Debatte um das Kölner Beschneidungsurteil überschattet Veranstaltungen zum islamischen Fastenmonat Ramadan. Muslime in Deutschland fühlten sich von religiöser Diskriminierung bedroht, sagte der Vorsitzende des islamischen Verbands DITIB, Ali Dere, am Dienstagabend bei einem Fastenbrechen auf der Kölner Moschee-Großbaustelle in Ehrenfeld. Er forderte, Minderheiten zu schützen. Hintergrund ist das Urteil des Kölner Landgerichts, das die religiöse Beschneidung von Jungen als Körperverletzung gewertet hatte.

    Köln (DT/KNA) Die Debatte um das Kölner Beschneidungsurteil überschattet Veranstaltungen zum islamischen Fastenmonat Ramadan. Muslime in Deutschland fühlten sich von religiöser Diskriminierung bedroht, sagte der Vorsitzende des islamischen Verbands DITIB, Ali Dere, am Dienstagabend bei einem Fastenbrechen auf der Kölner Moschee-Großbaustelle in Ehrenfeld. Er forderte, Minderheiten zu schützen. Hintergrund ist das Urteil des Kölner Landgerichts, das die religiöse Beschneidung von Jungen als Körperverletzung gewertet hatte.

    Ulrich Pöner von der Deutschen Bischofskonferenz sicherte bei dem Fastenbrechen in Köln den Muslimen Unterstützung zu. Sie könnten gewiss sein, dass die katholische Kirche in dieser Frage an ihrer Seite stehe, betonte der Leiter der Abteilung Weltkirche und Migration. Zur Beschneidungsdebatte sagte Pöner, die religiöse Freiheit aller Menschen in Deutschland müsse verteidigt werden. Die nordrhein-westfälische Integrations-Staatssekretärin Zülfiye Kaykin (SPD) bekundete bei der Veranstaltung die Erwartung, dass die Kölner Großmoschee nach ihrer Fertigstellung ähnlich viele Besucher anziehen werde wie der Kölner Dom. „Köln kann zeigen, was weltoffen bedeutet“, sagt die Politikerin. Dere zeigte sich optimistisch, dass die Moschee zum nächsten Ramadan 2013 fertiggestellt sei.