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    Kein neues Kleid für Maria?

    Unterschriftenaktion gegen Kunstwettbewerb beendet.

    Aachen (PI/DT) Der Wettbewerb des Aachener Domkapitels, für das berühmte Gnadenbild des Doms, einer Marienfigur mit Jesuskind, ein neues Kleid zu entwerfen (siehe DT vom 2. August), sorgt weiter für Unruhe unter Gläubigen. So haben die Organisatoren einer Unterschriften-Aktion gegen diesen Kunstwettbewerb, welche auch eigens eine Website mit dem Titel„Kaiserin von Aachen“ geschaltet haben, die Unterschriften beim Domkapitel und beim Aachener Bischof Helmut Dieser eingereicht.

    „Wir haben 5 239 Unterschriften erhalten“, so Hartmut Savelsbergh, einer der Koordinatoren der Petition, die im September zu Ende ging. „Auch nach Beendigung der Petition kommen immer noch Briefe mit Unterschriften per Post bei uns an. Unsere Homepage wurde über 10 000 Mal angesehen, viele katholische Medien haben berichtet, die Nachrichten wurden umfangreich geteilt und verbreitet. Es ist eine tolle Vernetzung erreicht worden, Menschen die unsere Sorgen teilen und das durch das gesamte Bistum und weit darüber hinaus. Dass sogar Artikel im englischsprachigen Raum veröffentlicht wurden, hat uns sehr erfreut und zeigt, dass unsere Sorgen rund um herabsetzende Kunstaktionen im Kirchenraum nicht nur auf das Bistum Aachen begrenzt, sondern ein weltweites Problem ist. Allerdings ist unser eigentliches Ziel, der Stopp des Wettbewerbs, nicht erreicht.“

    Die Organisatoren der Petition fürchten eine „Herabsetzung der Muttergottes“ durch den offiziellen Auftrag des Domkapitels an die Künstler. So heißt es in einer Pressemeldung des Domkapitels: „Anders als bei den bisherigen Gewändern soll es sich nicht um ein Festtagsgewand handeln. Gewünscht ist ein modernes Gewand für den Alltag.“

    Ein Gesprächsangebot vonseiten der Leiterin der Domschatzkammer wurde von den Petitions-Organisatoren abgelehnt. Man hofft, „dass die Verantwortlichen bei der Auswahl jetzt vorsichtig vorgehen“.