• aktualisiert:

    Großbritannien stuft Religionsfreiheit herab

    Straßburg (DT/KAP) Großbritannien hat sich vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) gegen eine vermeintliche Bevorzugung religiöser Überzeugungen am Arbeitsplatz ausgesprochen. Die Religionsfreiheit sei wichtig, aber „kein absolutes Recht“, sagte der britische Vertreter am Dienstag bei einer Anhörung in Straßburg. Es gebe keinen Anspruch darauf, während der Arbeit ohne Einschränkungen seinen religiösen Überzeugungen folgen zu dürfen. Die Vertreter der Kläger sahen dagegen das Recht auf Religionsfreiheit verletzt. Das Verbot, ein Schmuckkreuz bei der Arbeit zu tragen, könne zu einen Dammbruch führen und dafür verantwortlich sein, dass das Recht auf Religionsfreiheit nicht mehr ernst genommen würde.

    Straßburg (DT/KAP) Großbritannien hat sich vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) gegen eine vermeintliche Bevorzugung religiöser Überzeugungen am Arbeitsplatz ausgesprochen. Die Religionsfreiheit sei wichtig, aber „kein absolutes Recht“, sagte der britische Vertreter am Dienstag bei einer Anhörung in Straßburg. Es gebe keinen Anspruch darauf, während der Arbeit ohne Einschränkungen seinen religiösen Überzeugungen folgen zu dürfen. Die Vertreter der Kläger sahen dagegen das Recht auf Religionsfreiheit verletzt. Das Verbot, ein Schmuckkreuz bei der Arbeit zu tragen, könne zu einen Dammbruch führen und dafür verantwortlich sein, dass das Recht auf Religionsfreiheit nicht mehr ernst genommen würde.

    Das Urteil des Gerichtshofs wird erst in einigen Monaten erwartet. Geklagt hatten vier Briten, die ihr Recht auf freie Religionsausübung am Arbeitsplatz beeinträchtigt sahen. Die britische Justiz hatte die Klagen 2010 abgelehnt. Daraufhin zogen die Kläger vor den EGMR. Die katholische Bischofskonferenz von England und Wales wertete die abschlägigen Urteile der nationalen Gerichte als eine Verletzung der Religionsfreiheit. In zwei der vor dem EGMR anhängigen Fälle geht es um das Tragen von Schmuckkreuzen während der Arbeitszeit. Die Arbeitgeber, die Fluggesellschaft British Airways sowie ein Krankenhaus, hatten dies verboten.