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    Der Dienst am Menschen und die Tierliebe

    Am liebsten ist Sabine Schilling Hundebesitzerin. Und Lehrerin. Und Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Sie liebt Menschen und Tiere und hat ihre Bestimmung im Leben gefunden. Das war längst nicht immer so gewesen. Während des Sonderpädagogikstudiums machte die gebürtige Hamburgerin ein Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rostock. „Das hat mir die Augen geöffnet“, sagt die 40-Jährige. Denn sie hatte ihren Platz gefunden. Nicht in Rostock, aber in sich selbst. Sie hatte gefunden, wonach andere ihr Leben lang suchen. „So viele Kinder haben es schwer im Leben. Ich möchte einen kleinen Beitrag dafür leisten, Kinder zu unterstützen.“

    Am liebsten ist Sabine Schilling Hundebesitzerin. Und Lehrerin. Und Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Sie liebt Menschen und Tiere und hat ihre Bestimmung im Leben gefunden. Das war längst nicht immer so gewesen. Während des Sonderpädagogikstudiums machte die gebürtige Hamburgerin ein Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rostock. „Das hat mir die Augen geöffnet“, sagt die 40-Jährige. Denn sie hatte ihren Platz gefunden. Nicht in Rostock, aber in sich selbst. Sie hatte gefunden, wonach andere ihr Leben lang suchen. „So viele Kinder haben es schwer im Leben. Ich möchte einen kleinen Beitrag dafür leisten, Kinder zu unterstützen.“

    Begonnen hatte sie als Sonderpädagogin auf der Insel Fehmarn. Neben dem Studium machte sie ihr Kapitänspatent in Holland, um sich die Möglichkeit offenzuhalten, später einmal zur See fahren zu können. Es war ein Todesfall, der ihr ihre Hilflosigkeit bewusst machte und sie fast aus der Bahn warf. Es folgten Trauer, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung. Gleichzeitig wurde ihr klar, dass das, was sie leisten kann, von göttlicher Seite kommen muss. Sie wollte nichts mehr so leicht dem Zufall überlassen. Sie trat in die Freiwillige Feuerwehr ein, um Menschen schnell und gezielt unterstützen zu können. Dabei half ihr der Glaube an Gott, den sie seit früher Jugend in sich spürte. „Nach all diesen Geschehnissen bin ich demütiger geworden, was meine Rolle auf Erden angeht“, betont sie. Heute arbeitet die 40-Jährige als Sonderpädagogin in Bad Bramstedt mit Schülerinnen und Schülern, die in öffentlicher Erziehung sind. Also wieder mit den Kindern und Jugendlichen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

    Die katholische Gemeinde Jesus Guter Hirt in Bad Bramstedt wurden ihr zur zweiten Heimat. Heute ist sie Katholikin und Gottesdienstbeauftragte. „Seit Januar 2016 gibt es in meiner Gemeinde keinen katholischen Pfarrer mehr.“ Sie wollte etwas für die Gemeinde tun, in der sie sich so wohlfühlte. „Durch meine Ausbildung und die darauf anschließende bischöfliche Beauftragung kann ich Gottesdienste leiten, auch wenn es keine Heiligen Messen sind.“ Das Zusammensein ist ihr wichtig und das Gefühl, der Gemeinde dienen zu können. Ihr ganz spezieller Ort sei Nütschau bei Bad Oldesloe. Das dortige Benediktinerkloster ist ihr spirituelles Refugium, der Platz, an den sie sich mindestens einmal im Jahr zurückzieht, zur Einkehr oder Fortbildung. Dort hat sie unter anderem auch die Seminare zur Gottesdienstbeauftragten besucht. „Es gefiel mir, dass die Tage durch das Stundengebet strukturiert wurden.“ Denn diese Gebetsform sei ihre ganz persönliche Kraftquelle schon seit vielen Jahren.

    Erstmals hörte sie 2015, dass es sogenannte Benediktineroblaten gibt. Sie fing an, sich mit dieser Gemeinschaft zu beschäftigen, las darüber und stellte fest, dass „es etwas für mich sein könnte!“ Doch noch will sie sich Zeit lassen mit ihrer Entscheidung. Regelmäßige Gespräche mit dem Oblaten-Rektor im Kloster Nütschau und Treffen mit anderen Oblaten in ähnlichen Situationen werden ihr dabei helfen, den Weg in die richtige Richtung zu gehen. „Ich bin im Probejahr“, ergänzt die gelernte Orgel- und Cello-Spielerin.

    Ortswechsel Neumünster. Sabine Schilling wartet in Schutzkleidung auf einem Abrissgelände auf die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW). Jetzt geht es um das Praktische, nämlich Helfen auch physisch umzusetzen: Diesmal als THW-Gruppenführerin. Es gießt in Strömen. Doch Sabine Schilling hat keine Wahl, denn verschüttete Personen müssen unter den Trümmern gefunden werden, um zeitnah gerettet zu werden. Die Bad Bramstedterin ist mitten in einer Übung, doch genau so kann der Ernstfall aussehen. Ihre zwei Hunde Bobo und Patch, beide sind ausgebildete Trümmer- und Flächensuchhunde, warten im Wagen. Auf Kommando geht es los: „Such und hilf!“ – „Ich habe gute Kontakte zu Abrissunternehmen und suche immer geeignete Übungsflächen für meine Gruppe.“ Das Ehrenamt ist zeitaufwendig, aber erfüllend. „Jeden Donnerstagabend und vierzehntägig am Samstag wird mit den Hunden geübt.“ Jeder Griff muss sitzen. Sie ist streng mit den Hunden und den Helfern. Denn es geht um Menschenleben, und jeder Fehler kann tödliche Folgen haben.