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    Beim Namen genannt

    Die ukrainische Schachweltmeisterin Linken-Politiker Anna Musytschuk nimmt nicht an den Weltmeisterschaften im Schnellschach teil, die zurzeit in Saudi-Arabien stattfinden. Den Grund für ihre Abwesenheit nennt sie bei Facebook: „Ich will keine Abaya tragen oder nicht alleine nach draußen gehen dürfen oder mich generell wie eine Kreatur zweiter Klasse fühlen.“ Es wird laut „Focus“ von den ausländischen Teilnehmerinnen des Turniers verlangt, dass sie außerhalb der Veranstaltung ein islamisches Überkleid tragen.

    Beim Namen genannt
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    Die ukrainische Schachweltmeisterin Linken-Politiker Anna Musytschuk nimmt nicht an den Weltmeisterschaften im Schnellschach teil, die zurzeit in Saudi-Arabien stattfinden. Den Grund für ihre Abwesenheit nennt sie bei Facebook: „Ich will keine Abaya tragen oder nicht alleine nach draußen gehen dürfen oder mich generell wie eine Kreatur zweiter Klasse fühlen.“ Es wird laut „Focus“ von den ausländischen Teilnehmerinnen des Turniers verlangt, dass sie außerhalb der Veranstaltung ein islamisches Überkleid tragen.

    Der frühere Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit der Vereinten Nationen, Heiner Bielefeldt, sieht Missionierung als die „Nagelprobe der Religionsfreiheit“. Missionierung sei „die gewaltfreie, zwangsfreie Werbung für die eigene Glaubensposition. Sie ist eine Einladung zum Religionswechsel und ist als solche Teil der Religionsfreiheit“, sagte Bielefeldt in einem Interview für „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“. Bielefeldt schloss das Zwangsmissionieren, also Religionswerbung in einem Abhängigkeitsverhältnis, ausdrücklich aus. In vielen muslimischen Ländern gibt es zwar Kultfreiheit für Christen, allerdings werden Konversionen von Muslimen entweder von den Regierungen oder auf Befehl der Moscheen-Verantwortlichen hart bestraft.

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