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    Beim Namen genannt

    Der italienische Innenminister Angelino Alfano (Foto: dpa) hat von muslimischen Gemeinden mehr Unterstützung bei der Terrorbekämpfung gefordert. Sie sollten dazu beitragen, „Subjekte, die sich radikalisieren“ auszumachen und die Finanzierung aus dem Ausland zu kontrollieren, sagte er in einem Interview der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Alfano forderte zudem einen Überblick über die Orte der Religionsausübung und eine Imamausbildung ausschließlich im eigenen Land: „Schluss mit Do-it-yourself Moscheen in Garagen.“ Der Innenminister betonte, dass die Antworten auf Terror im eigenen Land zwar hart sein müssten, aber zugleich „nie eine Provokation werden dürfen, die möglicherweise Attentate anziehen könnte“. Burka- oder Burkiniverboten in Italien erteilte er eine Absage.

    Beim Namen genannt
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    Der italienische Innenminister Angelino Alfano (Foto: dpa) hat von muslimischen Gemeinden mehr Unterstützung bei der Terrorbekämpfung gefordert. Sie sollten dazu beitragen, „Subjekte, die sich radikalisieren“ auszumachen und die Finanzierung aus dem Ausland zu kontrollieren, sagte er in einem Interview der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Alfano forderte zudem einen Überblick über die Orte der Religionsausübung und eine Imamausbildung ausschließlich im eigenen Land: „Schluss mit Do-it-yourself Moscheen in Garagen.“ Der Innenminister betonte, dass die Antworten auf Terror im eigenen Land zwar hart sein müssten, aber zugleich „nie eine Provokation werden dürfen, die möglicherweise Attentate anziehen könnte“. Burka- oder Burkiniverboten in Italien erteilte er eine Absage.

    Der Bürgermeister der irakischen Stadt Erbil, Nihad Kodscha, erwartet angesichts der Militäroffensive in Mossul neue Fluchtbewegungen. „In den kurdischen Gebieten rechnen wir damit, dass etwa eine halbe bis eine Million Menschen zu uns kommen wird“, sagte er der „Welt“. Da in Erbil bereits rund 350 000 Flüchtlinge lebten, sei die Stadt dringend auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Das Leben in Mossul, das die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vor zwei Jahren eingenommen hat, sei „sehr schwer“, so Kodscha. Der IS werde immer repressiver, habe zuletzt die Lebensmittelpreise erhöht. Außerdem gebe es viele Entführungen, Kinder würden an die Waffe gezwungen. Wenn der IS militärisch besiegt werde, gehe ein neuer Kampf los: „Der politische und der gegen die Ideologie des IS. Der wird noch Jahre dauern.“