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    Beim Namen genannt

    Der Medizin-Nobelpreis geht in diesem Jahr an drei Wissenschaftler für Therapieansätze gegen Parasiten-Krankheiten wie Malaria und Flussblindheit. Die eine Hälfte erhält die Chinesin Youyou Tu. Die zweite Hälfte teilen sich der gebürtige Ire William C. Campbell und der Japaner Satoshi omura. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist mit umgerechnet 850 000 Euro dotiert.

    Beim Namen genannt

    Der Medizin-Nobelpreis geht in diesem Jahr an drei Wissenschaftler für Therapieansätze gegen Parasiten-Krankheiten wie Malaria und Flussblindheit. Die eine Hälfte erhält die Chinesin Youyou Tu. Die zweite Hälfte teilen sich der gebürtige Ire William C. Campbell und der Japaner Satoshi omura. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist mit umgerechnet 850 000 Euro dotiert.

    Youyou Tu ist die zwölfte Frau, der der Medizin-Nobelpreis zuerkannt wurde. Bislang sind nur rund fünf Prozent der insgesamt 207 Preisträger dieses Fachgebiets weiblich. Die erste Frau, die damit ausgezeichnet wurde, war 1947 die US-Amerikanerin Gerty Cori für Arbeiten über Enzyme. Youyou Tu habe den Malaria-Wirkstoff Artemisinin entdeckt, mit dem die Sterblichkeitsrate Erkrankter deutlich reduziert werden konnte, hieß es weiter. Die Entdeckung der beiden Wirkstoffe habe der Menschheit kraftvolle Mittel geliefert, verheerende Krankheiten zu bekämpfen, die Hundert Millionen Menschen jährlich beträfen.

    Campbell und Omura entwickelten den Wirkstoff Avermectin. Davon abgeleitete Präparate hätten die Häufigkeit von Flussblindheit und Elephantiasis (lymphatischer Filariose) vermindert, auch gegen andere Parasiten wirkten sie effizient. Am Dienstag und Mittwoch werden die Träger des Physik- und des Chemie-Nobelpreises benannt. Die feierliche Überreichung findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.