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    Beim Namen genannt

    Navid Kermani (Foto: dpa), Islamwissenschaftler und Autor, hat das Grundgesetz der Bundesrepublik gewürdigt. Dessen Väter und Mütter wären sicher zufrieden und sehr erstaunt, welche Wurzeln die Freiheit innerhalb der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland geschlagen habe, wenn sie dies von einer „himmlischen Ehrentribüne“ verfolgen könnten, sagte Kermani am Freitag im Bundestag. Er äußerte sich bei einer Feierstunde zum 65. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes. Zugleich kritisierte Kermani die Reform von Artikel 16 zum Asylrecht, die vor 21 Jahren vorgenommen wurde. Mit der „monströsen Verordnung“ habe Deutschland das Asyl als Grundrecht quasi abgeschafft. Dem Inhalt dieses Artikels sei seine Würde genommen worden. „Möge es bis zum 70. Jahrestag von diesem herzlosen Fleck gereinigt sein“, so Kermani. Statt sich zu verschließen, dürfe die Bundesrepublik stolz darauf sein, so anziehend sein. Er appellierte an die Regierung, mehr als die zugesagten 10 000 syrischen Flüchtlinge aufzunehmen. Deutschland habe genügend Ressourcen.

    Beim Namen genannt

    Navid Kermani (Foto: dpa), Islamwissenschaftler und Autor, hat das Grundgesetz der Bundesrepublik gewürdigt. Dessen Väter und Mütter wären sicher zufrieden und sehr erstaunt, welche Wurzeln die Freiheit innerhalb der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland geschlagen habe, wenn sie dies von einer „himmlischen Ehrentribüne“ verfolgen könnten, sagte Kermani am Freitag im Bundestag. Er äußerte sich bei einer Feierstunde zum 65. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes. Zugleich kritisierte Kermani die Reform von Artikel 16 zum Asylrecht, die vor 21 Jahren vorgenommen wurde. Mit der „monströsen Verordnung“ habe Deutschland das Asyl als Grundrecht quasi abgeschafft. Dem Inhalt dieses Artikels sei seine Würde genommen worden. „Möge es bis zum 70. Jahrestag von diesem herzlosen Fleck gereinigt sein“, so Kermani. Statt sich zu verschließen, dürfe die Bundesrepublik stolz darauf sein, so anziehend sein. Er appellierte an die Regierung, mehr als die zugesagten 10 000 syrischen Flüchtlinge aufzunehmen. Deutschland habe genügend Ressourcen.

    Laut Bundespräsident Joachim Gauck darf Deutschland auch als Einwanderungsgesellschaft nicht auf die eigenen kulturellen Traditionen verzichten. Er warnte davor, Sankt-Martins-Umzüge oder Weihnachtsfeiern aus „falsch verstandener Rücksicht“ umzubenennen oder abzuschaffen. In seiner Rede zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes forderte er mehr gegenseitigen Respekt von den in Deutschland lebenden Religionen und Kulturen.