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    Beim Namen genannt

    Christiane Woopen, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates (Foto: KNA), plädiert dafür, in extremen Ausnahmefällen ärztliche Hilfe bei der Selbsttötung zuzulassen und straffrei zu stellen. „Für die wenigen Menschen, deren Todeswunsch trotz aller Bemühungen beständig bleibt und die aufgrund von schwerem, nicht abwendbarem Leid ihrem Leben ein Ende setzen wollen, sollte der Arzt seinem Gewissen folgen dürfen“, sagte die Medizinerin dem Magazin „Focus“. „Wenn der Arzt auf der Grundlage einer langdauernden und guten Kenntnis des Patienten zu dem Schluss kommt, dass er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, ihm ein Mittel für den Suizid zur Verfügung zu stellen, dann sollte dies als existenzieller Ausnahmefall akzeptiert werden“, so Woopen. Der Gesetzgeber solle sich darauf beschränken, nur bei „Leichtfertigkeit und Missbrauch einzugreifen“. Die Ethikrat-Vorsitzende nannte es aber auch „ein Gebot der Moral und eine gesellschaftliche Pflicht, dass wir einen Todeswunsch nicht so schnell wie möglich erfüllen“. Vielmehr solle der oft noch vorhandene Lebenswille angesprochen und der Mensch durch die moderne Schmerzmedizin achtsam begleitet werden. Entschieden wandte sich Woopen gegen Vereine, die Suizid „wie eine normale Dienstleistung anbieten“. Beihilfe zum Suizid ist in Deutschland nicht strafbar. 2011 hatte der Deutsche Ärztetag aber in der ärztlichen Berufsordnung festgelegt, dass Mediziner „keine Hilfe zur Selbsttötung leisten dürfen“. Diese Vorschrift muss von den Landesärztekammern umgesetzt werden.

    Beim Namen genannt

    Christiane Woopen, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates (Foto: KNA), plädiert dafür, in extremen Ausnahmefällen ärztliche Hilfe bei der Selbsttötung zuzulassen und straffrei zu stellen. „Für die wenigen Menschen, deren Todeswunsch trotz aller Bemühungen beständig bleibt und die aufgrund von schwerem, nicht abwendbarem Leid ihrem Leben ein Ende setzen wollen, sollte der Arzt seinem Gewissen folgen dürfen“, sagte die Medizinerin dem Magazin „Focus“. „Wenn der Arzt auf der Grundlage einer langdauernden und guten Kenntnis des Patienten zu dem Schluss kommt, dass er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, ihm ein Mittel für den Suizid zur Verfügung zu stellen, dann sollte dies als existenzieller Ausnahmefall akzeptiert werden“, so Woopen. Der Gesetzgeber solle sich darauf beschränken, nur bei „Leichtfertigkeit und Missbrauch einzugreifen“. Die Ethikrat-Vorsitzende nannte es aber auch „ein Gebot der Moral und eine gesellschaftliche Pflicht, dass wir einen Todeswunsch nicht so schnell wie möglich erfüllen“. Vielmehr solle der oft noch vorhandene Lebenswille angesprochen und der Mensch durch die moderne Schmerzmedizin achtsam begleitet werden. Entschieden wandte sich Woopen gegen Vereine, die Suizid „wie eine normale Dienstleistung anbieten“. Beihilfe zum Suizid ist in Deutschland nicht strafbar. 2011 hatte der Deutsche Ärztetag aber in der ärztlichen Berufsordnung festgelegt, dass Mediziner „keine Hilfe zur Selbsttötung leisten dürfen“. Diese Vorschrift muss von den Landesärztekammern umgesetzt werden.