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    Beim Namen genannt

    Denis Hart (Foto: dpa), katholischer Erzbischof von Melbourne, hat bei einer Parlamentsanhörung im australischen Bundesstaat Victoria zum Thema sexueller Missbrauch „Geheimniskrämerei und Vertuschung“ eingeräumt. „Das hatte sich wie Mehltau über die Kirche gelegt“, sagte Hart am Montag laut australischen Medienberichten. Die Verantwortungsträger hätten zu lange gebraucht, um zu verstehen, was „eigentlich vor sich ging“. Erzbischof Hart war der erste hochrangige Kirchenvertreter, der vor dem Ausschuss in Melbourne aussagte. In einer Woche, am 27. Mai, folgt dann sein Amtsvorgänger (1996–2001), Sydneys Kardinal George Pell. Das Parlament des australischen Bundesstaates Victoria hatte im vergangenen Jahr den Untersuchungsausschuss eingesetzt, nachdem Polizei und Missbrauchsopfer schwere Vorwürfe gegen das Erzbistum Melbourne erhoben hatten. So soll die Erzdiözese die Zusammenarbeit mit der Polizei verweigert und Missbrauchsfälle sowie Selbstmorde von Missbrauchsopfern vertuscht haben. Der Ausschuss in Melbourne ist aktuell eine von drei politischen Initiativen in Australien, die den Umgang der Kirche und anderer Institutionen mit Missbrauchsfällen untersuchen. Anfang Mai hatte eine Untersuchungskommission von Parlament und Regierung des australischen Bundesstaates New South Wales ihre Arbeit aufgenommen.

    Beim Namen genannt

    Denis Hart (Foto: dpa), katholischer Erzbischof von Melbourne, hat bei einer Parlamentsanhörung im australischen Bundesstaat Victoria zum Thema sexueller Missbrauch „Geheimniskrämerei und Vertuschung“ eingeräumt. „Das hatte sich wie Mehltau über die Kirche gelegt“, sagte Hart am Montag laut australischen Medienberichten. Die Verantwortungsträger hätten zu lange gebraucht, um zu verstehen, was „eigentlich vor sich ging“. Erzbischof Hart war der erste hochrangige Kirchenvertreter, der vor dem Ausschuss in Melbourne aussagte. In einer Woche, am 27. Mai, folgt dann sein Amtsvorgänger (1996–2001), Sydneys Kardinal George Pell. Das Parlament des australischen Bundesstaates Victoria hatte im vergangenen Jahr den Untersuchungsausschuss eingesetzt, nachdem Polizei und Missbrauchsopfer schwere Vorwürfe gegen das Erzbistum Melbourne erhoben hatten. So soll die Erzdiözese die Zusammenarbeit mit der Polizei verweigert und Missbrauchsfälle sowie Selbstmorde von Missbrauchsopfern vertuscht haben. Der Ausschuss in Melbourne ist aktuell eine von drei politischen Initiativen in Australien, die den Umgang der Kirche und anderer Institutionen mit Missbrauchsfällen untersuchen. Anfang Mai hatte eine Untersuchungskommission von Parlament und Regierung des australischen Bundesstaates New South Wales ihre Arbeit aufgenommen.