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    Beim Namen genannt

    Beim Namen genannt

    Mit Blick auf eine zunehmende Zahl von Asylbewerbern aus Serbien und Mazedonien hat die Migrationsexpertin Christine Langenfeld die Europäische Union aufgefordert, mehr Druck auf die Herkunftsländer auszuüben. Diese müssten die Lebensbedingungen der Minderheiten vor Ort verbessern, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Migration und Integration (SVR) am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Es sei so, dass die Anerkennungsquote im Asylverfahren für diese Gruppe bei null Prozent liege, so Langenfeld. Schlepperbanden gaukelten den Menschen vor, sie hätten im Asylverfahren in Deutschland eine Chance. Nach drei Monaten müssten sie aber wieder zurück in „überaus prekäre Lebensverhältnisse“, so die Juristin. „Also das ist kein Weg.“ Zur Forderung von Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) (Foto: dpa) nach schärferen Regeln und verkürzten Verfahren erklärte die Migrationsexpertin, die Verfahren dauerten in der Regel nicht länger als drei Monate. Es gehe darum abzuklären, inwiefern Serbien und Mazedonien als sogenannte „sichere Herkunftsländer“ definiert werden könnten. Es müssten Wege gefunden werden, damit diese Menschen nicht mehr in das Asylverfahren nach Deutschland gehen. „Das Asylverfahren ist ein Verfahren für politisch Verfolgte, auf diese müssen wir uns konzentrieren.“