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    Beim Namen genannt

    José Eduardo dos Santos (Bild: dpa), Afrikas dienstältester Staatschef, richtet sich auf fünf weitere Jahre im Präsidentenpalast ein. Am Dienstag stellt sich Angolas Staatsoberhaupt (70) zur Wiederwahl. Auch dieses Mal muss sich „O pai grande“, „der große Vater“, wie die Menschen ihren Präsidenten nennen, nicht sorgen. Denn der Sieg seiner MPLA scheint ausgemachte Sache. Mit 33 Jahren an der Macht ist sich dos Santos, der als diszipliniert gilt, treu geblieben. Alles hat sich immer wieder geändert: Seine Feinde und seine Freunde, seine politische Ideologie, seine Verbündeten. Erst ging es gegen die portugiesische Kolonialmacht, dann gegen rivalisierende Befreiungsbewegungen. Erst war er Marxist, dann sorgte er für den rauschenden Einstieg in den Kapitalismus. Erst waren die DDR und die Sowjetunion seine Freunde, dann multinationale Ölkonzerne und die neue Supermacht China. Gleich geblieben sind für dos Santos nur zwei Dinge: Er war fast immer die Nummer eins in Angola und er ist mit seiner Familie immer reicher geworden. Das moderne Angola ist zu einem guten Teil das Werk dieses Mannes. Er kann sich rühmen, seinem Land seit 2002 Frieden und Stabilität zu sichern. Dank reichlich Erdöl und vieler Diamanten erfreut sich Angola seither eines enormen Wirtschaftsbooms. Die Hauptstadt Luanda hat sich von einem verschlafenen Nest zu einer pulsierenden Wirtschaftsmetropole mit glitzernden Hochhäusern, vornehmen Villenvierteln und prächtiger Uferpromenade gemausert. Im Land wird gebaut, geplant und investiert. Aber die Mehrheit der Menschen ist bitterarm. Santos selbst gilt als bedächtig.

    Beim Namen genannt

    José Eduardo dos Santos (Bild: dpa), Afrikas dienstältester Staatschef, richtet sich auf fünf weitere Jahre im Präsidentenpalast ein. Am Dienstag stellt sich Angolas Staatsoberhaupt (70) zur Wiederwahl. Auch dieses Mal muss sich „O pai grande“, „der große Vater“, wie die Menschen ihren Präsidenten nennen, nicht sorgen. Denn der Sieg seiner MPLA scheint ausgemachte Sache. Mit 33 Jahren an der Macht ist sich dos Santos, der als diszipliniert gilt, treu geblieben. Alles hat sich immer wieder geändert: Seine Feinde und seine Freunde, seine politische Ideologie, seine Verbündeten. Erst ging es gegen die portugiesische Kolonialmacht, dann gegen rivalisierende Befreiungsbewegungen. Erst war er Marxist, dann sorgte er für den rauschenden Einstieg in den Kapitalismus. Erst waren die DDR und die Sowjetunion seine Freunde, dann multinationale Ölkonzerne und die neue Supermacht China. Gleich geblieben sind für dos Santos nur zwei Dinge: Er war fast immer die Nummer eins in Angola und er ist mit seiner Familie immer reicher geworden. Das moderne Angola ist zu einem guten Teil das Werk dieses Mannes. Er kann sich rühmen, seinem Land seit 2002 Frieden und Stabilität zu sichern. Dank reichlich Erdöl und vieler Diamanten erfreut sich Angola seither eines enormen Wirtschaftsbooms. Die Hauptstadt Luanda hat sich von einem verschlafenen Nest zu einer pulsierenden Wirtschaftsmetropole mit glitzernden Hochhäusern, vornehmen Villenvierteln und prächtiger Uferpromenade gemausert. Im Land wird gebaut, geplant und investiert. Aber die Mehrheit der Menschen ist bitterarm. Santos selbst gilt als bedächtig.